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„Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.“: die diesjährigen EU-Siegerartikel

05/02/2009 „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.“: die diesjährigen EU-Siegerartikel

Der EU-Journalistenpreis „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.“ wurde zu gleichen Teilen der Verfasserin eines französischen Artikels über schwule Fußballer und dem Autor eines dänischen Artikels über zum Islam konvertierte Frauen verliehen.

Der dritte Preis ging an einen portugiesischen Artikel, während ein griechischer Journalist den Sonderpreis zum Schwerpunktthema Roma gewann. Die Preisverleihungszeremonie fand im Kaiserstejnsky-Palast in Prag statt.

Bei der Preisverleihung hat die Europäische Kommission Journalisten geehrt, die mit ihren Veröffentlichungen dazu beitragen haben, das allgemeine Bewusstsein für den Nutzen der Vielfalt zu schärfen, und die ihre Leser aufzufordern, intensiver über Themen wie Diskriminierung und Ungleichbehandlung nachzudenken. Dieses Jahr vergibt die Kommission einen Sonderpreis zum Schwerpunktthema Roma.

Pascale Krémer von der französischen Zeitung Le Monde gewann den ersten Preis für ihren Artikel „Homophobie et football: la leçon de Chooz” (Homophobie und Fußball – die Lektion von Chooz) über schwule Spieler einer lokalen Fußballmannschaft. Der Artikel beleuchtet, wie die lukrative Vermarktung im Fußball dazu beiträgt, die Diskriminierung von Schwulen und Lesben fortzuführen, geht jedoch auch auf die positiven Maßnahmen ein, die von den Fußballligen in ganz Europa zur Bekämpfung derartiger Diskriminierungen getroffen wurden.

Ebenfalls den ersten Preis erhiehlt Ole Hall von der dänischen Zeitung Morgenavisen Jyllands-Posten. Sein Artikel „Danske muslimer udsat for chikane” (Dänische Muslime schikaniert) legt dar, wie dänische Frauen, die zum Islam übertreten, plötzlich von einem Mitglied der Mehrheit zu einem Teil einer sehr auffälligen Minderheit in ihrem Heimatland werden. Als solche sind sie den gleichen Vorurteilen und Anfeindungen der Gesellschaft ausgesetzt wie Muslime ausländischer Herkunft.

Christiana Martins und Marisa Antunes gewann den dritten Preis für ihren Artikel „Elite à prova de racismo” (Rassismusfeste Elite) über erfolgreiche portugiesische Staatsbürger mit Minderheitshintergrund, die den Weg nach oben geschafft haben. Der Artikel erschien in der portugiesischen Wochenzeitung Expresso.

Den Sonderpreis zum Schwerpunktthema Roma erhielt Mika Kontourousi von der griechischen Zeitung Eleftheros Tipos für seinen Artikel „Η Γιουζγιάν σπάει τα σύνορα της φυλής της“ (Yuzyan sprengt die Grenzen ihres Stamms). Der Artikel beschreibt die Probleme von Roma-Frauen, die versuchen, sich von ihren traditionellen Rollen in der Gesellschaft zu entfernen.

Die Preisverleihungszeremonie fand im Rahmen eines von der Europäischen Kommission veranstalteten Seminars zum Thema Medien für Vielfalt statt. Auf dem Seminar wurden die Ergebnisse einer europaweiten Studie über mit den Medien verbundene vorbildliche Verfahren bei der Bekämpfung von Diskriminierungen und der Förderung von Vielfalt vorgestellt. Es wurden mehr als 80 Fachleute aus der Medienbranche, von Gleichstellungsgremien und NRO aus ganz Europa erwartet.

Die prämierten Beiträge wurden aus mehr als 545 Artikeln aus allen 27 Mitgliedstaaten ermittelt, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. Oktober 2008 eingereicht wurden. Die Mitglieder der Jury lobten die hohe Qualität der Beiträge. Die vier europäischen Gewinner erhalten jeweils einen Zuschuss für eine Recherche-Reise in ein EU-Land ihrer Wahl.

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