Navigationsleiste

Schlagzeilen rss

Positive Signale am EU-Arbeitsmarkt: höchste Gesamtbeschäftigungsquote seit 2008

11/02/2016
Positive Signale am EU-Arbeitsmarkt: höchste Gesamtbeschäftigungsquote seit 2008 © Rawpixel.com / Shutterstock

Die Winterausgabe 2015 des Quartalsberichts der EU über die Beschäftigungssituation und die soziale Lage stellt einen Aufschwung auf dem EU-Arbeitsmarkt fest.

Die Erwerbstätigen- und Erwerbsquoten sind EU-weit in allen Erwerbsgruppen und insbesondere bei den älteren Erwerbstätigen (55-59 Jahre) gestiegen. Im dritten Quartal 2015 lag die Gesamtbeschäftigungsquote in der EU sogar auf dem Vor-Krisen-Niveau, wenngleich sich in den einzelnen Mitgliedstaaten ein uneinheitliches Bild zeigt. Positiv ist auch, dass sich der Trend der sinkenden Arbeitslosenzahlen fortgesetzt hat und dass der Anteil der Langzeitarbeitslosen leicht zurückgegangen ist.

Die Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität Marianne Thyssen äußerte sich erfreut über diese Entwicklungen: „In der EU sind wieder mehr Menschen erwerbstätig. Dies ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, auch im Hinblick auf die immer älter werdende Bevölkerung. Dennoch dürfen wir die großen Ungleichheiten zwischen den Mitgliedstaaten nicht ignorieren. Es ist noch ein weiter Weg bis zum Beschäftigungsziel von 75 %, das die EU bis 2020 erreichen möchte. Unsere Bemühungen müssen dabei vor allem der Langzeitarbeitslosigkeit gelten. Obwohl die Zahl der Langzeitarbeitslosen allmählich rückläufig ist, sind noch immer über zehn Millionen Europäer ein Jahr oder länger ohne Arbeit. Es gilt nun, dringend die im Dezember verabschiedete Empfehlung des Rates zur Wiedereingliederung Langzeitarbeitsloser in den Arbeitsmarkt umzusetzen und damit diejenigen zu unterstützen, die von der Krise am härtesten getroffen wurden.“

Die Beschäftigungsquote in der Gruppe der 20- bis 64-Jährigen ist im Jahresverlauf um 0,9 Prozentpunkte gestiegen und lag im dritten Quartal 2015 bei 70,6 %. Dieser Aufwärtstrend wurde in den meisten Mitgliedstaaten, allen voran in Estland, Lettland, Ungarn und Spanien, verzeichnet.

Laut Quartalsbericht stiegen die Beschäftigungszahlen 2015 bis zum dritten Quartal in fast allen großen Wirtschaftssektoren, außer in der Landwirtschaft und im Bausektor. Dabei war das Beschäftigungswachstum im dritten Quartal 2015 vor allem auf das Wachstum in den Dienstleistungssektoren zurückzuführen.

Der Anstieg der Beschäftigungszahlen ging mit einem Plus an unbefristeten und Vollzeitanstellungen einher, auch wenn das Wachstum bei diesen Beschäftigungsverhältnissen niedriger ausfiel als 2014. Die Zahl der unbefristet Erwerbstätigen stieg 2015 bis zum dritten Quartal um etwa 1,5 Millionen. Der Anstieg bei den befristet Beschäftigten lag bei etwa 930 000, während die Zahl der selbstständig Erwerbstätigen um 330 000 sank. Gleichzeitig nahm die Zahl der in Vollzeit Beschäftigten um etwa 1,5 Millionen zu und die Zahl der Teilzeitanstellungen ging um etwa 600 000 zurück.

    Weiterempfehlen

  • Twitter Facebook Auf Google+ teilen