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Entwicklungen in Beschäftigung und Gesellschaft: Jahresbericht zeigt Hauptgründe für Krisenfestigkeit

15/01/2015
Entwicklungen in Beschäftigung und Gesellschaft: Jahresbericht zeigt Hauptgründe für Krisenfestigkeit © Pressmaster / Shutterstock

Länder, die hochwertige Arbeitsplätze und einen wirksamen Sozialschutz bieten und in das Humankapital investieren, haben sich in der Wirtschaftskrise als resistenter erwiesen. Das geht aus dem Bericht über die Entwicklungen in Beschäftigung und Gesellschaft in Europa 2014 hervor, der sich mit den Auswirkungen der Rezession befasst

Hervorgehoben wird zudem die Notwendigkeit von Investitionen, um Arbeitskräften die benötigten Qualifikationen zu vermitteln und diese auf dem aktuellen Stand zu halten und so die Produktivität zu stützen. Eine weitere große Herausforderung ist die Wiederherstellung der Konvergenz zwischen den Mitgliedstaaten.

In dem Bericht wurde untersucht, welche Lehren aus der Rezession zu ziehen sind: Länder mit einem offenen, weniger stark segmentierten Arbeitsmarkt und höheren Investitionen in das lebenslange Lernen hatten weniger unter den Auswirkungen der Krise zu leiden als andere. In diesen Ländern kommen die Leistungen bei Arbeitslosigkeit in der Regel einem Großteil der Arbeitslosen zugute, sie sind zudem mit Aktivierungsmaßnahmen verbunden und reagieren auf den Wirtschaftszyklus.

Laut dem Bericht gehen immer mehr Mitgliedstaaten zu einem Sozialinvestitionsmodell über, das das Potenzial der Menschen während ihres gesamten Lebens fördert und eine höhere Erwerbsquote anstrebt. Frühere Reformen zur Aktivierung von Frauen und älteren Arbeitskräften haben bereits dazu beigetragen, dass die Erwerbsbeteiligungsquoten in Europa stabil blieben. Dies zeigt, dass die Arbeitsmarktreformen und die Modernisierung der Sozialschutzsysteme fortgesetzt werden müssen.

Bessere Qualifikationen für bessere Arbeitsplätze

Angesichts der alternden und gleichzeitig schrumpfenden Bevölkerung in der EU sind Investitionen in das Humankapital unverzichtbar, um die Produktivität zu stärken und ein arbeitsplatzintensives und inklusives Wachstum in der Zukunft zu gewährleisten.

Im Bericht wird unterstrichen, dass wirksame Investitionen in das Humankapital nicht nur die Vermittlung der notwendigen Qualifikationen in Schule und Ausbildung einschließen, sondern auch einen angemessenen Rahmen umfassen, damit die Menschen diese Qualifikationen während ihres gesamten Erwerbslebens bewahren, ausbauen und nutzen können.

Ein besseres Angebot an qualifizierten Arbeitskräften erfordert andererseits ein entsprechendes Angebot hochwertiger Arbeitsplätze, die eine größere Produktivität zum Ergebnis haben.

Wiederherstellung der Konvergenz

Schließlich wird in dem Bericht hervorgehoben, dass die Wiederherstellung der wirtschaftlichen und sozialen Konvergenz eine weitere wichtige Aufgabe nach den Jahren der Krise darstellt, die insbesondere die EU-15-Mitgliedstaaten im Süden und in den Randlagen der Union betrifft.

Der Bericht ist ein Beitrag zu der derzeit geführten Debatte über die bestmöglichen Wege zur Wiederherstellung der Konvergenz, zur Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion und zur Stärkung ihrer sozialen Dimension.

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