Navigationsleiste

Schlagzeilen rss

Sozial Agenda – Die fehlenden Unternehmer in der EU

19/06/2014 Sozial Agenda – Die fehlenden Unternehmer in der EU

In der Ausgabe 37 von Sozial Agenda geht es um den neuen Europäischen Sozialfonds und den Europäischen Fonds zur Anpassung an die Globalisierung 2014-2020.

Über den Europäischen Sozialfonds werden im Verlauf der nächsten sieben Jahr mehr als 80 Mrd. EUR in die Menschen in Europa investiert. Selbständig Erwerbstätige, Zeitarbeitnehmer und befristet beschäftigte Arbeitnehmer können jetzt ebenfalls Leistungen aus dem Europäischen Fonds zur Anpassung an die Globalisierung 2014-2020 in Anspruch nehmen, wenn sie ihre Beschäftigung aufgrund bedeutender struktureller Veränderungen im Welthandelsgefüge, die auf die Globalisierung zurückzuführen sind, verloren haben.

Weiterhin wird darin hervorgehoben, wie notwendig es ist, dass die Regierungen die Gründung von Unternehmen für unterrepräsentierte und benachteiligte Personen – den fehlenden Unternehmern in der EU – einfacher gestalten.

Es wird erklärt, wie die Europäischen Kommission und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ihre Kräfte gebündelt haben, um verstreut verfügbare Daten zusammenzuführen, Seminare für den Kapazitätsaufbau zu organisieren und Empfehlungen vorzulegen.

Diese Ausgabe beschäftigt sich auch mit den folgenden Themen:

  • Anleitung für die Teilnahme an der öffentlichen Online-Konsultation zur Strategie der EU für Wachstum und Beschäftigung für den Zeitraum 2010-2020, deren Halbzeitbewertung bald ansteht;
  • Schritte zur Verbesserung der Qualität von Praktika;
  • Wege zur Antizipation und besseren Gestaltung von Umstrukturierungen (im öffentlichen wie auch im privaten Sektor).

Statistik in der Sozialen Agenda Nr. 37

■ Allein um bei der Beschäftigung wieder zum Vorkrisenniveau zurückzukehren, müssen in der EU vier Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden.

■ Im Jahr 2013 waren 216,4 Mio. Personen in der EU erwerbstätig, darunter auch  43,7 Mio. Teilzeitarbeitnehmer, von denen 9,9 Mio. (23 % der Teilzeitarbeitnehmer) unterbeschäftigt waren. Zudem waren 26,2 Mio. Personen arbeitslos und 137,2 Mio. Personen nicht erwerbstätig.

■ In den kommenden sieben Jahren sollen vier Millionen Personen nicht-finanzielle materielle Hilfen (Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Seife, Shampoo ...) aus dem Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen erhalten.

■ Das Portal der online erreichbaren gesamteuropäischen Stellenvermittlung EURES verzeichnete bei der Zahl der registrierten Arbeitssuchenden ein rasantes Wachstum von 175 000 Personen im Jahr 2007 auf 1 100 000 Personen im Jahr 2013. Dort sind jedoch nur etwa 30 Prozent der nationalen Bestände mit freien Stellen gemeldet.

■ Gegenwärtig verlagern etwa 700 000 Personen pro Jahr ihren Wohnort von einem EU-Land in ein anderes und etwa 2,9 Mio. EU-Bürger würden diesen Schritt am liebsten auch gehen.

Seit dem Jahr 2002  fanden in der EU mehr als 16 000 Umstrukturierungen mit einem Nettoverlust von mehr als zwei Millionen Arbeitsplätzen statt. Die Europäische Kommission hat Leitlinien für die bessere Antizipation und Gestaltung von Umstrukturierungen vorgelegt.

■ Die Arbeitslosenraten im Allgemeinen und insbesondere auch die Raten bei der Jugendarbeitslosigkeit haben sich in den EU-Ländern seit dem Jahr 2008 stark auseinanderentwickelt. Im Vergleich zur gesamten EU fällt die Divergenz im Euro-Raum größer aus.

■ Aus dem Jahresbericht des Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) für das Jahr 2012 geht hervor, dass die Hälfte der Arbeitnehmer, die an den im Bericht zusammengefassten 41 Fällen des EGF beteiligt waren, bis zum Ablauf des Zeitraums der Unterstützung durch den EGF neue Arbeitsstellen gefunden oder eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufgenommen hatten, wobei sich viele weitere in einer Bildungs- oder Weiterbildungsmaßnahme befanden, um ihre zukünftige Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen.

■ Eines von drei Praktika in der EU weist im Hinblick auf Arbeitsbedingungen und Lerninhalte eine minderwertige Qualität auf. 45 Prozent der Teilnehmer einer Eurobarometer-Umfrage (April-Mai 2013) zu Erfahrungen von Praktikanten in der EU haben ein oder mehrere Praktika absolviert. Nur 27 Prozent der Teilnehmer wurde zum Praktikumsende ein Arbeitsvertrag angeboten, während 23 Prozent ein Angebot zur Verlängerung ihres Praktikums erhielten.

    Weiterempfehlen

  • Twitter Facebook Auf Google+ teilen