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Beschäftigungsinitiative für junge Menschen: Kommission verabschiedet erstes Programm mit Frankreich

03/06/2014 Beschäftigungsinitiative für junge Menschen: Kommission verabschiedet erstes Programm mit Frankreich

Die Europäische Kommission hat heute mit Frankreich das erste operationelle Programm angenommen, um die verfügbaren Mittel aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit einzusetzen.

Frankreich erhält 620 Mio. EUR aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen und dem Europäischen Sozialfonds (ESF), um jungen Menschen, die weder eine Arbeit haben noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren („NEET“: Not in Employment, Education or Training), dabei zu helfen, eine Stelle zu finden; die Mittel sollen in Regionen mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 25 % fließen. Dabei handelt es sich um das erste Programm, das in der EU für diese mit 6 Mrd. EUR ausgestattete und 20 Mitgliedstaaten umfassende Initiative verabschiedet wurde.

Kommissar Andor hat heute in Paris an einer Konferenz der französischen Regierung zur Jugendgarantie – der ehrgeizigen EU-weiten Reform, mit der gewährleistet werden soll, dass allen jungen Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten, nachdem sie arbeitslos geworden sind oder die Schule verlassen haben, eine hochwertige Arbeitsstelle, Ausbildung oder Weiterbildung angeboten wird – teilgenommen.

13 französische Regionen – Aquitaine, Auvergne, Centre, Champagne-Ardenne, Guadeloupe, Guyane, Haute-Normandie, Languedoc-Roussillon, Martinique, Nord-Pas de Calais, Réunion, Mayotte und Picardie – kommen für eine Förderung durch die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen in Frage, die außerdem mit Mitteln aus dem ESF kombiniert werden kann. Ferner hat Frankreich entschieden, 10 % der Mittel aus der Beschäftigungsinitiative in Teilregionen seiner Regionen Ile-de-France, Provence-Alpes-Côte d’Azur und Midi-Pyrénées fließen zu lassen.

Die Aufteilung der Mittel aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen ist in dem heute verabschiedeten nationalen operationellen Programm für die Beschäftigungsinitiative (65 % des Gesamtbetrags) sowie in den künftigen regionalen operationellen Programmen des ESF festgelegt.

In Frankreich wird die Beschäftigungsinitiative verschiedene Maßnahmen unterstützen, um jungen Menschen mit schlechteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu helfen, beispielsweise durch

  • Beratung und Umschulung gering qualifizierter Personen,
  • Mobilitätsförderung für Auszubildende auf regionaler, nationaler und teilweise grenzübergreifender Ebene,
  • Maßnahmen zur Verhinderung von vorzeitigem Schulabgang und bessere Ermittlung junger NEET sowie Gewährung einer zweiten Chance für Schulabgänger ohne Abschlusszeugnis oder
  • Qualifikationsnachweis, durch Arbeitserfahrung oder Praktika Zugang zum Arbeitsmarkt zu bekommen (z. B. Garantie jeunes oder Ecole de la deuxième chance).

Den öffentlichen Arbeitsverwaltungen kommt im Hinblick auf das Erreichen dieser Ziele eine wichtige Rolle zu, und dieses operationelle Programm wird eine Gelegenheit zur Verbesserung ihrer Initiativen zugunsten junger NEET bieten.

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