Navigationsleiste

Schlagzeilen rss

Beschäftigungssituation und soziale Lage: laut Quartalsbericht nur geringe Verbesserungen trotz erster Anzeichen für einen Aufschwung

31/03/2014 Beschäftigungssituation und soziale Lage: laut Quartalsbericht nur geringe Verbesserungen trotz erster Anzeichen für einen Aufschwung

Der einsetzende Wirtschaftsaufschwung konnte noch keine neuen Arbeitsplätze schaffen, und die soziale Lage in der EU zeigt laut dem neuesten Quartalsbericht der Europäischen Kommission über die soziale Lage und die Beschäftigungssituation bisher nur geringe Anzeichen einer Verbesserung.

Dem Bericht zufolge ist auch ein Anstieg der Armut zu erwarten, während sich die Wirksamkeit der Sozialschutzausgaben im Jahr 2013 leicht verbessert hat, wenn die entsprechenden Auswirkungen auch sehr gering ausfallen. Außerdem enthält der Bericht empirische Nachweise dafür, dass die Krise auf ihrem Höhepunkt besonders negative Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation von Männern und jungen Menschen hatte.

Der neueste Quartalsbericht verdeutlicht, dass die Erholung auf den Arbeitsmärkten in der EU noch immer schwach ist. 2013 waren erste Zeichen einer Stabilisierung der Beschäftigungssituation zu beobachten: im zweiten Halbjahr gab es ein Wachstum von 0,1 %.

Mehr Menschen in finanzieller Notlage

Das Einkommen, das die Haushalte zur Verfügung haben, hält nicht mit dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Schritt. 2013 ging das verfügbare Bruttoeinkommen der Haushalte im Euroraum real weiter zurück, wenn auch langsamer als in den Jahren zuvor.

Ebenfalls besorgniserregend ist die stetige Zunahme finanzieller Notlagen seit 2010: ein immer größerer Teil der Bevölkerung muss auf seine Ersparnisse zurückgreifen und in letzter Zeit sogar Schulden aufnehmen, um die täglichen Lebenskosten decken zu können.

Deutlicher Rückgang der Arbeitsplatzsicherheit

Die Zahlen für Januar 2014 zeigen, dass sich die Arbeitslosigkeit mit etwa 26 Millionen Arbeitsuchenden in der EU (10,8 % der Erwerbsbevölkerung) weiterhin auf Rekordniveau bewegt. In mehreren Mitgliedstaaten liegt die Arbeitslosigkeit nah am Allzeithoch, das in der derzeitigen Krise erstmals zu beobachten war. Aus dem Bericht geht auch hervor, dass immer häufiger auf befristete Arbeitsverhältnisse oder auf Teilzeitbeschäftigung zurückgegriffen wird.

Dabei ist festzustellen, dass befristete Beschäftigungsverhältnisse in geringerem Maß den Einstieg in eine dauerhafte Beschäftigung ebnen als vor Krise. Parallel dazu hat die Arbeitsplatzsicherheit deutlich abgenommen, insbesondere für Männer und Jugendliche, und die Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten haben sich verschärft.

Zunahme der Armut erwartet

Armut und soziale Ausgrenzung haben in den Jahren 2011 und 2012 weiter zugenommen und nach den neuesten verfügbaren Daten wird auch für 2013 ein weiterer Anstieg in den Ländern prognostiziert, in denen die sich Lage der Wirtschaft und der Arbeitsmärkte weiter verschlechtert hat.

Wirksamkeit der Sozialschutzausgaben

Die stabilisierende Wirkung von Sozialschutzausgaben war 2013 sehr schwach und steigerte sich deutlich weniger als erwartet, trotz einer leichten Verbesserung. Die Analyse zeigt erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern.

    Weiterempfehlen

  • Twitter Facebook Auf Google+ teilen