Navigationsleiste

Schlagzeilen rss

Quartalsbericht über soziale Lage und Beschäftigungssituation in der EU - Dezember 2012

11/01/2013 Quartalsbericht über soziale Lage und Beschäftigungssituation in der EU - Dezember 2012

Vor dem Hintergrund der Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt mit anhaltend hohen Arbeitslosenquoten und großen Unterschieden zwischen den Mitgliedstaaten liegt die Zahl der von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffenen Menschen in der EU mittlerweile bei fast einem Viertel der EU-Bevölkerung.

Der Quartalsbericht bietet anhand der neuesten Daten einen Überblick über die Situation des Arbeitsmarktes und die soziale Lage in der EU.

Dem jüngsten Quartalsbericht zufolge ist die Zahl der Arbeitslosen in der EU in den vergangenen Monaten weiter angestiegen, um 3,5 Mio. (oder 15,7%) seit März 2011 und erreichte einen neuen Höchststand von knapp 26,1 Millionen (oder 10,7% der aktiven Bevölkerung) im November 2012, wovon insbesondere Jugendliche (23,7%) betroffen sind.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit bleibt ungünstiger in der Eurozone als in der EU als Ganzes, während die Kluft zwischen den EU-Mitgliedstaaten in Bezug auf die Arbeitslosigkeit weiter gewachsen ist. Die EU-Langzeitarbeitslosigkeit setzt ihren inzwischen dreijährigen Aufwärtstrend fort.

Die Zahl der von Armut oder sozialer Ausgrenzung gefährdeten Europäer ist – auch bedingt durch die schwierige Situation am Arbeitsmarkt – zwischen 2008 und 2011 um sechs Millionen gestiegen und betrifft nun 24,2% der Bevölkerung. Die am stärksten betroffenen Gruppen sind Erwachsene im erwerbsfähigen Alter.

Die dritte Umfrage zur Lebensqualität in Europa stellt eine Verschlechterung der tatsächlichen und empfundenen Lebensstandards zwischen 2007 und 2011/2012 fest, wobei die Auswirkungen der Krise besonders für das unterste Einkommen-Quartil deutlich spürbar sind.

Positiv zu bemerken ist, dass das geschlechtsspezifische Lohngefälle in der EU zwischen 2008 und 2010 im Durchschnitt von 17,3% auf 16,2% gesunken ist. Dieser Rückgang scheint ein Nebeneffekt der Krise auf die Struktur der Arbeitskräfte zu sein; männlich dominierte Sektoren sind von der Krise eher betroffen, mehr und mehr Männer akzeptieren Teilzeit- und Zeitarbeit.

Es gibt kaum Zuversicht, entsprechend düster sind die wirtschaftlichen Aussichten. Die Arbeitslosigkeit verharrt weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, und vor 2014 wird keine signifikante Verbesserung erwartet.

In dieser Ausgabe des Quartalsberichts wird die Situation des Arbeitsmarkts und der sozialen Situation in Portugal näher beleuchtet. Neben der regelmäßigen Analyse sektoraler Trends liegt ein weiterer Schwerpunkt auf dem Gesundheits- und Sozialsektor in der EU – ergänzt durch eine umfangreiche Analyse ("Special Supplement").

    Weiterempfehlen

  • Twitter Facebook Auf Google+ teilen