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Durch die Förderung der Gründung von Kleinstunternehmen hat sich das europäische Progress-Mikrofinanzierungsinstrument als erfolgreiches Instrument zur Schaffung von Arbeitsplätzen erwiesen – besonders bei Gruppen, die nur schwer Zugang zu herkömmlichen Finanzierungsquellen erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt der zweite Umsetzungsbericht.
Zwanzig Mikrokreditanbieter aus ganz Europa haben Bürgschaften oder Finanzmittel (Schuldtitel oder Beteiligungen) aus dem Instrument erhalten, mit deren Hilfe sie in den nächsten zwei bis drei Jahren Darlehen im Gesamtwert von 170 Mio. EUR an künftige Kleinstunternehmer vergeben sollen. Angesichts dieser Ergebnisse möchte die Europäische Kommission die Mikrofinanzförderung auch im nächsten Finanzplanungszeitraum (2014–2020) fortsetzen.
Das Instrument, das Ende 2010 gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank-Gruppe ins Leben gerufen wurde, hilft Mikrokreditanbietern, die vom Europäischen Investitionsfonds (EIF) ausgewählt werden, ihr Mikrokreditvolumen zu erhöhen. Es sieht außerdem Anreize für die Vergabe von Darlehen an „Risikogruppen“ vor, z. B. junge Menschen, die für einen herkömmlichen Bankkredit nicht über ausreichend Sicherheiten verfügen.
Die Europäische Kommission beabsichtigt, die Mikrofinanzförderung im nächsten Finanzplanungszeitraum im Rahmen des von ihr vorgeschlagenen Programms für sozialen Wandel und soziale Innovation (PSCI) fortzusetzen. Der entsprechende Vorschlag sieht auch den Kapazitätsaufbau für Mikrofinanzinstitute vor. Das PSCI würde – wie bereits das Progress-Mikrofinanzierungsinstrument – die Strategien des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Förderung inklusiven Unternehmertums ergänzen. Der ESF kann beispielsweise der Finanzierung von Dienstleistungen für die Unternehmensentwicklung dienen, mit deren Hilfe Existenzgründer die notwendigen Kompetenzen für die Leitung ihres Unternehmens erwerben können.