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Monatlicher Arbeitsmarkt-Leitfaden - März 2012

13/03/2012 Eine Frau wartet, dass ihr Handy klingelt

Die durchschnittliche Arbeitslosenquote in der EU ist im Januar 2012 um 0.1%-Punkte auf einen neuen Rekordwert von 10,1% gestiegen und hat damit die symbolisch wichtige Marke von 10% überschritten.

Die Zahl der Arbeitslosen stieg damit weiter auf 23,4 Mio. Menschen. Somit setzt sich der Trend des letzten halben Jahres fort: Durchschnittlich stieg dei Zahl der Arbeitslosen in diesem Zeitraum jeden Monat um 200.000.

Die Unterschiede innerhalb der EU bleiben gewaltig. In sechs Mitgliedstaaten gab es in den zurückliegenden drei Monaten einen Rückgang bei der Zahl der Arbeitslosen. In den meisten Ländern ist diese aber gestiegen, in einigen sogar sehr stark. Die Arbeitslosenquote ist seit März 2011 um 0,6 Prozentpunkte gestiegen, die Zahl der Arbeitslosen entsprechend um 1,625 Mio.

Der Anstieg seit Frühjahr 2011 verlief zumeist progressiv, in nur wenigen Ländern moderat. In Deutschland dagegen setzt sich der positive Trend fort. Die Arbeitslosigkeit dort ist über die letzten zwei Jahre kontinuierlich gesunken und war Ende 2011 auf einem historischen Tief. Im Januar 2012 gab es jedoch einen leichten Anstieg - der erste seit Juni 2009.

In den letzten drei Monaten bis Januar 2012 stieg die Arbeitslosigkeit in den meisten Mitgleidstaaten - und dies betrifft damit nun auch alle großen Mitgliedstaaten. Von der kontinuierlichen Verschlechertung sind mehr Männer als Frauen betroffen, so dass die Arbeitslosenquote für beide Geschlechter(wie schon im Frühjahr 2009) gleich hoch ist: 10,1% im Januar 2012.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit ist die Entwicklung besonders Besorgnis erregend. Hier ist die Quote im Januar 2012 um 0,2 Prozentpunkte auf nunmehr 22,4% gestiegen. Dies enspricht einem Anstieg um 1,3 Prozentpunkte gegenüber dem Januar des Vorjahrens. Die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen ist damit in allen Mitgliedstaaten außer Deutschland doppelt so hoch wie bei den Erwachsenen.

Die Jugendarbeitlosenquote ist in den letzten drei Monaten um 0,4 Prozentpunkte auf den neuen Rekord von 22,4% gestiegen, wobei auch hier die Situation in den Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich ist: Die Quote übersteigt 20% in zwei Dritteln der Länder, in Spanien und Griechenland ist sogar fast jeder Zweiter Jugendliche ohne Job, dagegen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden weniger als jeder Zehnte.

Trotz des gegenwärtig unsicheren ökonomischen Umfelds bleiben die Erwartungen der Industrie im Allgemeinen optimistisch, in anderen Sektoren dagegen düster. Denoch scheint die Einstellungsaktivität rege zu bleiben - mit weiter (wenn auch deutlich langsamer) steigender Online-Nachfrage nach Arbeitskräften. Gleichzeitig nahmen im Februar die Restrukturierungsbemühungen etwas ab - mit weiterhin leicht negativem Einfluss auf Jobvakanzen.

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