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Monatlicher Arbeitsmarkt-Leitfaden - Dezember 2011

10/02/2012 Eine Frau zeigt  einem jungen Mann etwas auf einem Computerbildschirm

Die Zahl der Arbeitsuchenden in der EU lag im Dezember 2011 bei 23,8 Mio und war damit um 1,1 Mio. höher als noch im März 2011, als die Arbeitslosenzahlen wieder zu steigen begannen.

Damit ist die Arbeitslosigkeit in der EU immer noch auf einem historischem Hoch von 9,9% (+0,5 Prozentpunkte seit März 2011). In den USA kann dagegen ein Abwärztrend bei der Arbeitslosigkeit festgestellt werden.

Die Unterschiede innerhalb der EU sind gewaltig. Seit März 2011 gibt es in den meisten Mitgliedsländern deutliche Hinweise darauf, dass sich ein bis dahin positiver Trend wieder ins Gegenteil verkehrt. Nur in sieben Mitgliedstaaten gab es in den zurückliegenden drei Monaten einen Rückgang. Dies gilt für Deutschland, Rumänien, Belgien, Finnland und die Baltischen Staaten.

Unterdessen stieg die Zahl der Arbeitslosen in 18 Mitgliedstaaten, darunter in den meisten größeren wie im Vereinigte Königreich, in Italien, Spanien, Frankreich, Polen, aber auch in Griechenland, Portugal und den Niederlanden. Es ist der weiterhin deutlich sinkenden Arbeitslosigkeit in Deutschland zu verdanken, dass sich die EU im Durchschnitt nicht noch stärker verschlechtert.

Die Jugendarbeitslosigkeit verharrt auf einem Besorgnis erregenden Niveau, obwohl die Quote im Dezember 2011 gegenüber November nicht noch weiter gestiegen war. Sie liegt somit bei 22,1% und damit 1,1 Prozentpunkte höher als im Dezember 2010 (5,5 Mio. Personen, +241.000).

Auch hier ist die Situation von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat sehr unterschiedlich: In zwei Dritteln der Mitgliedsländer übersteigt die Quote der Jugendarbeitslosigkeit die 20%-Marke; in Spanien und Griechenland ist sogar fast jeder zweite Jugendliche ohne Arbeit. Nur in Deutschland, Österreich und den Niederlanden liegt die Quote unter 10%.

Gegenwärtig ist der ökonomische Kontext von großen Unsicherheiten geprägt. Dementsprechend bleiben die Erwartungen der Konsumenten im Allgemeinen pessimistisch, bei düsteren Beschäftigungsaussichten im Dienstleistungs- und im Baubereich.

Denoch scheint die Einstellungsaktivität rege zu bleiben - mit weiter (wenn auch deutlich langsamer) steigender Online-Nachfrage nach Arbeitskräften, während sich das Wachstum des Zeitarbeit-Sektors weiter abschwächte. Gleichzeitig nahmen im Januar die Restrukturierungsbemühungen zulasten von Arbeitsplätzen zu.

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