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Monatlicher Arbeitsmarktleitfaden – Dezember 2011

12/12/2011 Ein Mann mit einer Kiste voller Büroartikel

Die Zahl der Arbeitslosen in der EU-27 ist wieder auf den höchsten Stand seit Beginn der Krise angestiegen.

Die Arbeitslosenquote in der EU ist im September 2011 leicht angestiegen (um 0,1 Prozentpunkte auf 9,7 %). Damit liegt sie um 0,3 Prozentpunkte höher als im März 2011 und hat das gleiche Niveau erreicht wie beim bisherigen Höchststand in der ersten Jahreshälfte 2010. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone hat im selben Verhältnis zugenommen und 10,2 % erreicht.

Die Gesamtzahl der Arbeitslosen ist seit Februar 2011 um 585 000 gestiegen und hat im September 23,3 Millionen erreicht – nur 75 000 weniger als der Höchststand vom April 2010. Die Besserung der Situation in den Monaten bis zum März 2011 wurde durch den neuerlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit allmählich wieder zunichte gemacht.

Auch wenn die Arbeitslosigkeit in Deutschland, Belgien, der Tschechischen Republik, Schweden, Ungarn und Irland leicht zurückgegangen ist, hat in vielen Mitgliedstaaten die Zahl der Arbeitssuchenden weiter zugenommen. Selbst Länder mit Arbeitslosenquoten unter dem Durchschnitt melden jetzt Anstiege. Hierzu gehören Österreich, Italien, die Niederlande, Rumänien und Slowenien. In den meisten Ländern mit bereits hohen Arbeitslosenquoten wie Spanien, Bulgarien, Portugal, der Slowakei und Griechenland hat die Arbeitslosigkeit weiter zugenommen.

Jugendarbeitslosigkeit bleibt ein Hauptproblem in der EU. Seit Februar 2011 hat sie wieder um insgesamt 98 000 zugenommen, um im September 2011 den Stand von 5,3 Million zu erreichen – eine Quote von 21,4 %. Dies bedeutet einen Anstieg um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat und um 0,5 Prozentpunkte gegenüber September 2010. Diese Quote entspricht dem Höchststand vom Februar 2010.

Im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld rechnen die meisten europäischen Verbraucher mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit im kommenden Monat, während die Arbeitgeber meinen, dass die Arbeitslosigkeit im Dienstleistungssektor und im Baugewerbe zurückgehen werde.

Auf der anderen Seite ergibt sich bei den Einstellungsaktivitäten weiterhin ein positives Bild. Die Online-Nachfrage nach Arbeitskräften, d. h. die Online-Rekrutierungstätigkeit der Arbeitgeber, nimmt weiter zu, aber nicht mehr so stark. Dagegen hat sich das Wachstum im Leiharbeitssektor weiter abgeschwächt.

Gleichzeitig haben die Umstrukturierungsmaßnahmen im Oktober zugenommen – mit negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung. Die Aussichten bleiben ungewiss, wobei eher mit einer Verschlechterung als mit einer Besserung zu rechnen ist.

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