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3,9 Mio. EUR Wiedereingliederungshilfe aus dem EU-Globalisierungsfonds für entlassene Arbeitskräfte im dänischen Windturbinensektor

11/07/2011 Wind-Turbinen

Die Europäische Kommission hat heute einen Antrag Dänemarks auf Unterstützung aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) genehmigt.

Mit einer Finanzhilfe von 3,9 Mio. EUR sollen 325 in der Windturbinenindustrie entlassene Arbeitskräfte dabei unterstützt werden, wieder eine Beschäftigung zu finden. Der Antrag wird nun dem Europäischen Parlament und dem Rat der EU zur Annahme vorgelegt.

Der dänische Antrag betrifft 813 Entlassungen bei der Vestas-Gruppe und zwei weiteren Windturbinenherstellern, I.P.L Transmissioner und Lind Jensens Maskinfabrik.

Bedingt sind die Entlassungen durch Veränderungen des Welthandelsgefüges, vor allem durch einen signifikanten Rückgang des Anteils der EU am Markt und der Produktionsverlagerung aus der EU, insbesondere nach Asien. Nicht nur wegen der erheblich niedrigeren Arbeitskosten, sondern vor allem auch wegen der hohen Kosten für den Transport der großen Windturbinenteile zu den dynamischsten Endkundenmärkten haben die Hersteller die Produktion schrittweise aus der EU ausgelagert, um wettbewerbsfähig zu bleiben und sich weiterhin auf dem Markt behaupten zu können.

Bei dem von den Entlassungen betroffenen Gebiet handelt es sich um die Region Mitteljütland (Midtjylland) und insbesondere um die Kommune Ringkøbing-Skjern. Die Entlassungen der betroffenen Arbeitskräfte bedeuten den Wegfall von etwa 2,5 % der insgesamt in der Kommune Ringkøbing-Skjern vorhandenen Arbeitsplätze. In dieser Kommune ist die Arbeitslosigkeit wesentlich stärker angestiegen als in der Region Midtjylland und Dänemark insgesamt. Der Anteil der Beschäftigten in der Eisen- und Metallindustrie, zu der die Produktion von Windturbinen gehört, an der Gesamtbeschäftigtenzahl liegt in der Kommune Ringkøbing-Skjern höher als in Dänemark insgesamt (19 % gegenüber 6 %), was die Region anfälliger für negative Veränderungen in dem Sektor macht.

Die Unterstützung durch den EGF richtet sich an 325 von 813 entlassenen Arbeitskräften, und zwar diejenigen, die am schwersten in den Arbeitsmarkt wieder einzugliedern sind. Im Rahmen des Pakets werden der Zielgruppe Unterstützung für Weiterbildung und Schulung, Maßnahmen für eine Neuorientierung und ein Betreuungsprogramm in Verbindung mit praktischer Schulung angeboten. Arbeitsuchende können verschiedene Beihilfen erhalten, je nachdem, welchen Status sie im nationalen Unterstützungssystem haben und an welchen Maßnahmen des koordinierten Pakets von durch den EGF kofinanzierten Maßnahmen sie teilnehmen.

Diese sorgfältig ausgestalteten Maßnahmen sollen den betroffenen Arbeitskräften dabei helfen, einen Arbeitsplatz in Branchen mit Zukunftsaussichten zu finden. Überdies gehen sie über die Unterstützung hinaus, die im Rahmen des dänischen Systems derzeit für Arbeitslose möglich ist; falls sie erfolgreich sind, sollen sie auf breiterer Basis durchgeführt werden.

Insgesamt werden für das EGF-Paket etwa 6 Mio. EUR veranschlagt. Davon wird der Europäische Fonds für die Anpassung an die Globalisierung nahezu 4 Mio. EUR übernehmen.

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