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Quartalsbericht über soziale Lage und Beschäftigungssituation in der EU - Sommer 2011

28/06/2011 Menschen, die ihre Hände zusammen verbinden

Dem neuen Quartalsbericht zufolge erholt sich der Arbeitsmarkt in der EU weiter, wenn auch langsam und mit großen Unterschieden zwischen den Mitgliedstaaten.

Die Beschäftigung hat sich seit dem zweiten Quartal 2010 verbessert, allerdings deutlich weniger stark als die Produktion. Abbau von Arbeitsplätzen erfolgte vor allem im mittleren und niedrigen Einkommensbereich. Auch wenn der allgemeine Trend im letzten Jahr auf eine leichte Erholung des Arbeitsmarktes hindeutet, sind die langfristigen sozialen Risiken deutlich erkennbar - besonders für spezielle Gruppen wie junge Leute, Migranten, niedrig Qualifizierte.

Die Arbeitslosenquote sank auf 9,4%, aber davon haben meist die Länder mit unterdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit profitiert. Der Arbeitsmarkt für junge Leute entspannt sich bereits seit einiger Zeit, jedoch sind hier die Auswirkungen der Krise noch deutlich spürbar. Immer noch sind 20,3% der am Arbeitsmarkt aktiven jungen Menschen arbeitslos. Dies ist und bleibt eine große Herausforderung für fast alle Mitgleidstaaten - ebenso wie das gestiegene Risiko der Langzeitarbeitslosigkeit.

In einigen Mitgliedstaaten werden die Wirkungen der Krise auf das Armutsrisiko oder das Risiko der sozialen Ausgrenzung immer spürbarer. Materielle Entbehrungen reflektieren die sozialen Auswirkungen der Krise - insbesondere jene Entbehrungen, die mit finanziellen Problemen zusammen hängen.

Die Arbeitskosten pro Stunde stiegen in 2010 nominell leicht, was einen Anstieg der Löhne und Gehälter reflektiert. Begleitet wurde dies durch einen Anstieg der Arbeitsproduktivität im ersten Quartal 2011 um 2,1%. Gemäß der Frühjahrs-Wirtschaftsprognose der Europäischen Kommission nimmt die Wirtschaft in der EU Fahrt auf. Dennoch deutet der Ausblick für 2011 und 2012 auf eine Erholung ohne Jobs und harnäckig hohe Arbeitslosigkeit hin.

In dieser Ausgabe des Quartalsberichtes wird der Bereich freiwilliger Tätigkeiten näher untersucht - verbunden mit dem Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011. Daneben wird schauen wir auf die Situation auf den Arbeitsmärkten in Belgien, Dänemark, Finnland, Griechenland, Portugal, Slovenien, Spanien und Schweden.

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