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Europäischer Globalisierungsfonds: 25,3 Mio. Euro für entlassene Arbeitskräfte in Frankreich, Irland, den Niederlanden, Spanien und Schweden

19/12/2012 Flaggen der europäischen Länder und der EU

Die Europäische Kommission hat soeben für Frankreich, Irland, die Niederlande, Spanien und Schweden Mittel aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) bereitgestellt.

Mit den insgesamt 25,3 Mio. EUR soll 4722 Arbeitskräften in diesen Ländern geholfen werden, nach ihrer Entlassung wieder einen Arbeitsplatz zu finden. Von den Entlassungen ist eine Vielzahl von Branchen betroffen, u. a. die Aluminiumindustrie, Breitbanddienste, die Metallproduktion, das Baugewerbe, die Automobilindustrie und die Pharmaindustrie.

Für die insgesamt 25,3 Mio. EUR ergibt sich folgende Aufschlüsselung:

  • 11,9 Mio. EUR werden zur Unterstützung von 2089 ehemaligen Arbeitskräften bei PSA Peugeot-Citroën in Frankreich bereitgestellt. Die Entlassungen sind eine Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise, die im zweiten Halbjahr 2008 zu einem drastischen Rückgang der Nachfrage nach neuen Kraftfahrzeugen geführt hat.
  • 4,3 Mio. EUR werden zur Unterstützung von 700 ehemaligen Arbeitskräften des Pharmaunternehmens AstraZeneca in Schweden bereitgestellt. Die Entlassungen stehen in Zusammenhang mit weitgehenden strukturellen Veränderungen im Welthandelsgefüge infolge der Globalisierung. Viele nichteuropäische Länder arbeiten an Strategien für die Biowissenschaften und die Industrie auf den Gebieten Arzneimittel, Biotechnologie und Medizintechnik. Die europäischen Unternehmen müssen ihre Produktion an diese veränderten Gegebenheiten anpassen. Das Unternehmen AstraZeneca folgte diesem Trend und beschloss im Jahr 2010 eine neue Strategie für Forschung und Entwicklung. Dabei wurde die Notwendigkeit betont, sich auf weniger Anwendungsgebiete zu konzentrieren, Standorte zu schließen und durch Outsourcing in erheblich größerem Umfang auf externe Ressourcen zurückzugreifen.
  • 2,8 Mio. EUR werden zur Unterstützung von 435 entlassenen Arbeitskräften bei 54 in der Baubranche tätigen niederländischen Unternehmen bereitgestellt. Die Entlassungen sind eine Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise. Das Baugewerbe in den Niederlanden ist wie in der gesamten Europäischen Union besonders stark von den Auswirkungen der Krise in Mitleidenschaft gezogen worden. Kreditvergaben an das Baugewerbe und an Einzelpersonen wurden drastisch eingeschränkt, die Preise für Baumaterialien sind gestiegen und die Nachfrage nach Neubauten ging aufgrund schwindenden Verbrauchervertrauens und fehlender Liquidität zurück. Außerdem führte die Wirtschafts- und Finanzkrise zu einem Rückgang der öffentlichen Ausgaben, was unmittelbare negative Auswirkungen auf die Investitionen in Infrastruktur- und Wohnungsbauprogramme hatte.
  • 2,6 Mio. EUR werden zur Unterstützung von 432 ehemaligen Arbeitskräften von Talk Talk, einem Breitband-Service-Provider, in Irland bereitgestellt. Die Entlassungen waren das unmittelbare Ergebnis der Entscheidung des Unternehmens, seine Tätigkeit mit drei ausgewählten Outsourcing-Anbietern zu konsolidieren. Im Jahr 2011 ging das Unternehmen strategische Allianzen mit drei Nicht-EU-Anbietern ein, denen in erheblichem Umfang Arbeiten übertragen wurden.
  • 2 Mio. EUR werden zur Unterstützung von 35 spanischen Herstellern von Metallerzeugnissen für die Schiffbauindustrie bereitgestellt. Der europäische Schiffbau verzeichnete seit 2008 einen dramatischen Auftragsrückgang. Entsprechend ging auch die Beschäftigtenzahl im Schiffbau und in der Zulieferindustrie in Europa zurück.
  • 1,4 Mio. EUR werden für 616 ehemalige Arbeitskräfte des Aluminium-Herstellers Zalco Aluminium Zeeland Company NV in den Niederlanden bereitgestellt. Die Entlassungen waren eine Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise, die zu einem erheblichen Rückgang der Nachfrage nach Aluminiumerzeugnissen geführt hat.

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