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Sektorausschüsse für Beschäftigung und Kompetenzen auf EU-Ebene

25/03/2010 Sektorausschüsse für Beschäftigung und Kompetenzen auf EU-Ebene

In diesem Bericht werden die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, in deren Rahmen die Realisierbarkeit der Einrichtung von Sektorausschüssen für Beschäftigung und Kompetenzen auf europäischer Ebene (Sektorausschüsse auf EU-Ebene) geprüft wurde.

Sektorausschüsse fungieren als Plattformen auf Sektorebene, auf denen Stakeholder Einblicke in die voraussichtlichen Entwicklungen in Bezug auf Beschäftigungs- und Kompetenzbedarf gewinnen möchten, um so einen unterstützenden Beitrag zur Erarbeitung von Strategien innerhalb ihres Sektors oder für ihren Sektor leisten zu können. Sektorübergreifende Ausschüsse ähneln den Sektorausschüssen, befassen sich jedoch mit Tendenzen und Entwicklungen in zwei oder mehreren Sektoren des Arbeitsmarktes.

In der Studie wurden verschiedene quantitative und qualitative Methoden zur Informationsgewinnung angewandt. Fünf Sektoren wurden genauer untersucht: die Baubranche, die Textil- und Bekleidungsindustrie, ICT, das Gastronomie- und Gaststättengewerbe sowie die Krankenhausbranche.

In etwa der Hälfte der Mitgliedstaaten gibt es bereits Sektorausschüsse für Beschäftigung und Kompetenzen. Außerdem wird in vielen der anderen Mitgliedstaaten in sektorübergreifenden Ausschüssen aus der Perspektive der Sektoren über diese Probleme gesprochen und entschieden. Es wurden positive Auswirkungen solcher Ausschüsse auf die Sektoren, Unternehmen, Arbeitnehmer und Arbeitgeber beobachtet.

Eine internationale Kooperation zwischen den Sektorausschüssen findet derzeit kaum statt, doch die Stakeholder in den Mitgliedstaaten erwarten, dass Sektorausschüsse auf EU-Ebene die Wirksamkeit der Arbeit nationaler Ausschüsse erhöhen und sich positiv auf die Reaktionsfähigkeit des Bildungswesens auf die künftigen Bedürfnisse des Arbeitsmarkts auswirken werden. In Bezug auf indirektere Auswirkungen, zum Beispiel auf die Wettbewerbsfähigkeit des jeweiligen Sektors, wird erwartet, dass sie sich in geringerem Umfang und nur langfristig ergeben.

Die Realisierbarkeit der Einrichtung von erfolgreich agierenden Sektorausschüssen auf EU-Ebene ist als hoch einzustufen, vorausgesetzt, die entsprechenden Bedingungen werden erfüllt.

Aufgrund der Studie wird der Kommission Folgendes empfohlen:

  • Die Kampagne zur Einrichtung von Sektorausschüssen für Beschäftigung und Kompetenzen auf EU-Ebene sollte fortgeführt werden.
  • Der Schwerpunkt sollte zunächst auf dem Informationsaustausch liegen.
  • Darüber hinaus sollten auch weniger umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen für die Entwicklung von Strategien vorgesehen werden.


Es wird vorgeschlagen, die erste Initiative in einer begrenzten Anzahl von Sektoren zu starten, im Laufe des zweiten Jahres ihren Erfolg zu evaluieren und anhand dieser Evaluierung über die weitere Förderung zu entscheiden.


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