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Querschnittstudie zur Entwicklung der Qualifikationsanforderungen in 19 Wirtschaftssektoren

09/03/2010 Querschnittstudie zur Entwicklung der Qualifikationsanforderungen in 19 Wirtschaftssektoren

Die aktuelle Wirtschaftskrise beschleunigt den Wandel in Europa und der ganzen Welt.

Die Europäische Kommission hat auf die hohe Bedeutung hingewiesen, die der Entwicklung besserer Methoden und Instrumente für die Ermittlung von Trends und Veränderungen auf dem europäischen Arbeitsmarkt zukommt, um ein strategisches Personalmanagement zu fördern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der Weltwirtschaft zu sichern. Unter diesem Aspekt führte die Kommission umfassende Studien in 19 Wirtschaftssektoren in Europa durch, die zwei Drittel der europäischen Beschäftigung ausmachen.

Die Sektorstudien zeigen die zunehmende Polarisierung zwischen Qualifikationsbedarf und Kompetenzen. Einerseits strebt die europäische Produktion nach „Exzellenz“, um die Wettbewerbsfähigkeit in unserer wettbewerbsorientierten Welt zu erhalten, was einen hohen Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften zur Folge hat. Andererseits verursacht der Zuwachs im Dienstleistungssektor einen stetigen Bedarf sowohl an hochqualifizierten Fachkräften als auch an gering qualifizierten Arbeitnehmern. Gleichzeitig verringert die Verlagerung von Produktionsstandorten die Anzahl der qualifizierten Arbeitsplätze in Europa. Trotz hohem Qualifikations- und Kompetenzniveau berichten alle Wirtschaftssektoren von der Notwendigkeit, die Arbeitskräfte laufend weiterzubilden, was unter anderem durch Internationalisierung, Spezialisierung, wachsende Bedenken hinsichtlich des Klimawandels, IKT und neue technologische Möglichkeiten bedingt wird. Aufgrund der Alterung der Erwerbsbevölkerung in Europa rechnen die meisten Sektoren außerdem mit einem rückläufigen Angebot an verfügbaren Arbeitskräften, was die Herausforderungen für Europa noch verstärkt.

Alles in allem stellt der Wandel Europas eine enorme Aufgabe dar, die von den europäischen Akteuren gemeinsam bewältigt werden muss, um eine sozial gerechte, ökologisch nachhaltige und wettbewerbsfähige Wirtschaft zu erhalten. Europa hat schon so manche Wirtschaftskrise und große Veränderungen gemeistert und wird dies auch jetzt tun. Der Schlüssel dafür ist die neue europäische Sozialagenda, die eine Kultur des lebenslangen Lernens schafft und das gemeinsame Ziel eines sozial gerechten, nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Europas verfolgt.

 


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