Navigationsleiste

Schlagzeilen rss

Kommission schlägt bewährte Verfahren zur Begrenzung der sozialen Folgen von Umstrukturierungen vor

13/12/2013 Kommission schlägt bewährte Verfahren zur Begrenzung der sozialen Folgen von Umstrukturierungen vor

Die Europäische Kommission hat heute einen Qualitätsrahmen für die Antizipation von Veränderungen und Umstrukturierungen mit bewährten Verfahren für die vorausschauende Planung von Unternehmensumstrukturierungen und zur Minimierung von deren Auswirkungen auf Arbeitnehmer und soziale Bedingungen vorgestellt.

Dieser Qualitätsrahmen soll Unternehmen, Arbeitnehmern, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden und öffentlichen Verwaltungen als Leitfaden dafür dienen, durch eine bessere Vorausplanung und durch Investitionen in Humankapital den Umstrukturierungsprozess für Unternehmen und Arbeitnehmer zu erleichtern und dabei die sozialen Auswirkungen zu minimieren.

Die Kommission fordert die Mitgliedstaaten dringend auf, die Umsetzung des Qualitätsrahmens zu unterstützen und zu fördern und dessen Anwendung auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst zu prüfen. Weiterhin ruft sie alle Interessenträger zur Zusammenarbeit auf der Grundlage dieser Leitlinien auf.

Dabei sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • strategisches langfristiges Monitoring von Arbeitsmarktentwicklungen
  • fortlaufende Erfassung der Anforderungen des Arbeitsmarkts und des Qualifikationsbedarfs
  • Maßnahmen für einzelne Beschäftigte, wie Schulungen, Laufbahnberatung und Unterstützung beim Berufswechsel
  • frühzeitige Einbeziehung externer Akteure wie öffentlicher Behörden, Hochschulen, Ausbildungszentren und der Lieferkette
  • umfassende Nutzung der EU-Strukturfonds, wie des Europäischen Sozialfonds und des Europäischen Fonds zur Anpassung an die Globalisierung, in den betreffenden Regionen zur Förderung der Schaffung von Arbeitsplätzen und inklusiver Übergänge

Die Kommission wird die Anwendung des Qualitätsrahmens beobachten und bis 2016 darüber Bericht erstatten, ob weitere Maßnahmen in diesem Bereich erforderlich sind, gegebenenfalls auch in Form eines Legislativvorschlags. Das Europäische Parlament wird über die Ergebnisse dieser Analyse unterrichtet.


Weitere Nachrichten

    Weiterempfehlen

  • Twitter Facebook Auf Google+ teilen