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EU-Kommission schlägt Verbesserung der Arbeitnehmerrechte für Seeleute vor

18/11/2013 EU-Kommission schlägt Verbesserung der Arbeitnehmerrechte für Seeleute vor

Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag unterbreitet, nach dem Seeleute in den Geltungsbereich von fünf Richtlinien zum EU-Arbeitsrecht aufgenommen werden sollen.

Der Vorschlag würde ihnen im Falle von Massenentlassungen und Unternehmensübergängen in allen 28 EU-Mitgliedstaaten die gleichen Rechte auf Unterrichtung und Anhörung einräumen wie Arbeitnehmern auf dem Festland. Sie hätten auch das Recht, sich an den Europäischen Betriebsräten zu beteiligen.

Der Vorschlag wird nun dem EU-Ministerrat und dem Europäischen Parlament zur Genehmigung vorgelegt.

Obgleich das EU-Arbeitsrecht grundsätzlich für alle Arbeitnehmer und alle Sektoren gilt, wurde den Mitgliedstaaten in einigen arbeitsrechtlichen Richtlinien bisher die Möglichkeit eingeräumt, Seeleute vom Recht auf Unterrichtung und Anhörung auszuschließen. Dies hat in mehreren EU-Mitgliedstaaten zu einer Ungleichbehandlung der Seeleute geführt.

Der neue Vorschlag zielt auf die Änderung von fünf Richtlinien ab, damit Seeleuten die gleichen Rechte zuteilwerden wie ihren Kollegen auf dem Festland. Dies würde zu einer Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen beitragen. Gleichzeitig würde es die Attraktivität der Beschäftigung auf See für junge Menschen erhöhen, was angesichts der seit Jahren rückläufigen Zahl von Seeleuten in der EU und des bedrohlichen Arbeitskräftemangels im Sektor von besonderer Bedeutung ist.

Ein dritter wichtiger Aspekt des Vorschlags ist, dass er für einen gerechteren Wettbewerb in der Fischerei- und Seeverkehrsbranche innerhalb der EU sorgen würde, da die Betreiber in allen EU-Mitgliedstaaten die gleichen Verpflichtungen hätten.


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