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Arbeitsschutz: EU-Kommissar Andor begrüßt Verabschiedung der neuen internationalen Normen zum Schutz der Seeleute und der Opfer von Zwangsarbeit

11/06/2014
Arbeitsschutz: EU-Kommissar Andor begrüßt Verabschiedung der neuen internationalen Normen zum Schutz der Seeleute und der Opfer von Zwangsarbeit © Shutterstock / Ragne Kabanova

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, hat die Verabschiedung zweier neuer internationaler Instrumente im Kampf gegen Zwangsarbeit sowie die Annahme wichtiger Änderungen des Seearbeitsübereinkommens durch die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) begrüßt.

Die neuen Normen wurden bei der heutigen Plenarsitzung der 103. Internationalen Arbeitskonferenz, die vom 28. Mai bis 12. Juni 2014 in Genf stattfindet, verabschiedet.

Neues Protokoll und neue Empfehlung zur Zwangsarbeit

Die Internationale Arbeitskonferenz hat ein neues Protokoll und eine neue Empfehlung als Ergänzung zum Zwangsarbeitsübereinkommen verabschiedet.

Diese Instrumente umfassen Maßnahmen, die Zwangsarbeit vor allem im Kontext von Menschenhandel verhindern sollen. Die Unterzeichnerstaaten werden verpflichtet, den Opferschutz zu verbessern und Zugang zu angemessenen und wirksamen Abhilfemaßnahmen, z. B. Entschädigungszahlungen, zu ermöglichen. Darüber hinaus tragen die neuen Instrumente zu einer Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit im Kampf gegen Zwangs- oder Pflichtarbeit bei.

Die IAO geht davon aus, dass derzeit mehr als 21 Millionen Menschen Opfer von Zwangs- oder Pflichtarbeit sind, die pro Jahr illegale Profite von 150 Mrd. US-Dollar abwirft.

Das Zwangsarbeitsübereinkommen ist ein Meilenstein des internationalen Arbeitsrechts und wurde von allen 28 EU-Mitgliedstaaten ratifiziert. Da sich das Phänomen der Zwangsarbeit jedoch seit 1930, als das Übereinkommen angenommen wurde, verändert hat, muss das Übereinkommen entsprechend angepasst werden.

Verbesserungen des IAO-Seearbeitsübereinkommens

Mit den vereinbarten Änderungen am Seearbeitsübereinkommen 2006 sollen Seeleute besser vor Zurücklassung geschützt und eine rasche Entschädigung im Todesfall oder bei Erwerbsunfähigkeit gewährleistet werden. Die Europäische Kommission hat die Einführung dieser neuen Bestimmungen, die der EU-Ministerrat am 26. Mai 2014 befürwortete, unterstützt.

Laut den neuen Bestimmungen müssen Schiffe über Zertifikate oder andere Dokumente als Nachweis der finanziellen Absicherung der an Bord arbeitenden Seeleute verfügen. Das Fehlen solcher Nachweise kann ein Grund sein, um das Schiff im Hafen festzuhalten.


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