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Die Europäische Krankenversicherungskarte

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Knapp 200 Millionen Europäer haben eine Europäische Krankenversicherungskarte

24/06/2014 Knapp 200 Millionen Europäer haben eine Europäische Krankenversicherungskarte

Nach den aktuellsten Zahlen für 2013 haben knapp 200 Millionen Europäerinnen und Europäer bereits eine Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK). Das ist 37.4% des versicherten Teils der EU-Bevölkerung. Die Zahl der EKVK-Inhaber nimmt stetig zu und ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 8 Millionen (+4 %) gestiegen.

Durch Vorlage der kostenlos erhältlichen EKVK wird bestätigt, dass der Inhaber bei einem vorübergehenden Aufenthalt im Ausland Anspruch auf notwendige ärztliche Behandlungen im öffentlichen Gesundheitssystem des Aufenthaltslandes hat, und zwar zu den gleichen Bedingungen und Kosten wie Staatsangehörige dieses Landes. Die EKVK ist jedoch nicht für eine planmäßige ärztliche Behandlung im Ausland gedacht.

Krankenhäuser des öffentlichen Gesundheitssystems sind verpflichtet, die Karte anzuerkennen. Tatsächlich werden Patienten bei Vorlage der EKVK in der großen Mehrheit der Fälle ärztlich versorgt und können sich problemlos die Kosten rückerstatten lassen. Es hat jedoch Fälle gegeben, in denen sie abgewiesen wurden, meist aus Unkenntnis der Gesundheitsdienstleister. Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten müssen daher sowohl bei den Gesundheitsberufen als auch bei den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin darauf hinarbeiten, dass die Karte besser bekannt wird.

Für den Fall, dass die EKVK nicht akzeptiert wird, sollten sich die Patienten an die zuständige Gesundheitsbehörde des Aufenthaltslandes wenden. Notfallnummern sind ohne weiteres über die EHIC-App für Smartphones und Tablets zu finden (siehe unten). Bleibt es bei der Weigerung, sollten die Patienten die Gesundheitsbehörden in ihrem Heimatland um Unterstützung bitten.

Sollte es dennoch weitere Probleme geben, sollten sie sich an die Europäische Kommission wenden, die den Vorgang untersuchen und bei den Behörden des betreffenden Landes vorbringen kann. Die Kommission untersucht solche Fälle und wird gegen jeden Mitgliedstaat, der die EU-Vorschriften über die Verwendung der EKVK nicht befolgt, ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten.

Die Bürgerinnen und Bürger sollten wissen, dass die Karte kostenfrei beim Krankenversicherungsträger in ihrem Heimatland erhältlich ist und keine Gebühren für Vermittler anfallen dürfen, die ihre Hilfe bei der Antragstellung anbieten, wie dies in einigen Ländern der Fall zu sein scheint. Die Betroffenen sollten solche Fälle den Krankenversicherungsträgern in ihrem Land melden.

Storyboard-Wettbewerb

Um den Bekanntheitsgrad der EKVK zu erhöhen, startet die Europäische Kommission im Hinblick auf die Sommerferien einen Storyboard-Wettbewerb. Die Idee des Gewinners wird weiter ausgearbeitet und als Videoclip produziert, mit dem dann für die EKVK geworben wird. Der Wettbewerb läuft ab heute bis zum 17. August.

Laden Sie die App herunter!

Die EHIC-App bietet Informationen über die Karte, Notruf-Telefonnummern, eine Liste der Behandlungen und Kosten, die abgedeckt sind, sowie darüber, wie man die Kostenerstattung beantragt und wen man bei Verlust der Karte kontaktieren kann.

Die App enthält Daten zu den 28 EU-Staaten sowie zu Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Sie ist in 25 Sprachen erhältlich und man kann zwischen den Sprachen wechseln. Sie ersetzt jedoch nicht die EKVK.


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