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Bericht „Beschäftigung in Europa 2010“

25/11/2010 Bericht „Beschäftigung in Europa 2010“

Der neue Bericht veranschaulicht, dass die Krise junge Menschen – mit einer überproportional hohen Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen von über 30 % in einigen Ländern – besonders hart getroffen hat.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit und die gleichzeitig begrenzten Möglichkeiten, wieder einen Arbeitsplatz zu finden, haben die Gefahr eines Anstiegs der Langzeitarbeitslosigkeit oder eines endgültigen Ausscheidens aus dem Arbeitsmarkt verschärft. Der Bericht zeigt auf, dass bis zu einem klaren Beschäftigungsaufschwung noch einige Zeit vergehen könnte.

Der Bericht befasst sich eingehender mit den Schlüsselthemen für die künftige EU-Arbeitsmarktpolitik, insbesondere mit der Wirkung der Maßnahmen zur Wiederbelebung des Arbeitsmarkts, die die Mitgliedstaaten seit Beginn der Krise ergriffen haben, und mit den strukturellen Hindernissen, mit denen junge Menschen auf den EU-Arbeitsmärkten konfrontiert sind.

Gerade in Zeiten der Haushaltskonsolidierung ist es wichtig, die Möglichkeiten für eine Ausweitung der existierenden Maßnahmen zu prüfen und diese Maßnahmen im Zuge des Abklingens der Krise auslaufen zu lassen. So zeigt der Bericht, dass eine befristete öffentliche Finanzhilfe in Form von Beschäftigungszuschüssen die Beschäftigungsmöglichkeiten aller Gruppen verbessert, gerade bei jüngeren Arbeitnehmern jedoch besonders wirksam sein kann.

Die Krise hat auch die negativen Folgen der Segmentierung des Arbeitsmarkts in „Insider", d. h. Personen mit einem geschützten regulären Arbeitsvertrag, und „Outsider“ mit befristeten Arbeitsverträgen zu Tage treten lassen.

Laut dem Bericht kann die Eingliederung in den Arbeitsmarkt durch die Einführung umfassender Flexicurity-Pakete verbessert werden. Dazu könnte, wie in der Leitinitiative „Agenda für Neue Kompetenzen und Beschäftigungsmöglichkeiten“ beschrieben, die zunehmende Verwendung von vertraglichen Vereinbarungen ohne Laufzeitende mit einer hinreichend langen Probezeit und einer graduellen Ausweitung der Arbeitnehmerrechte, Zugang zu Weiterbildungsmaßnahmen, Anspruch auf lebenslanges Lernen und Berufsberatung für alle Beschäftigten zählen. Dies würde die bestehenden Unterschiede zwischen den Beschäftigten mit Zeitvertrag und denen mit festem Vertrag verringern.


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