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Bessere Verknüpfung von Migrationspolitik und Arbeitsmarktbedürfnissen: LINET Netzwerk publiziert zwei neue Studien zur Anerkennung von Qualifikationen und zur Verbesserung des Zugangs zu Arbeitsmarktinformationen

22/03/2013 Beratungsgespräch

Die Arbeitsmärkte in der Europäischen Union sind durch vielfältige rechtliche Rahmenbedingungen gekennzeichnet, die meisten Mitgliedstaaten jedoch stehen vor den Herausforderungen des Arbeitskräftemangels. Um die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas langfristig zu fördern und die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen ist eine Verknüpfung von Migrationspolitik mit den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes von entscheidender Bedeutung.

Das Independent Network of Labour Migration and Integration Experts (LINET) der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Brüssel unterstützt die Arbeit der Generaldirektion für Beschäftigung, Soziales und Integration der Europäischen Kommission im Bereich Migration und Beschäftigung seit 2009. Die neuesten Forschungsergebnisse, die auf detaillierten Erkenntnissen aus den EU Mitgliedsländern, Kanada, Australien und den Vereingten Staaten von Amerika beruhen, betreffen zwei zentrale Bereiche möglicher Politikverknüpfungen:

  • Die Studie „Anerkennung von Qualifikationen und Kompetenzen von Migranten“ (Recognition of Qualifications and Competences of Migrants) untersucht die bestehenden nationalen Handlungsweisen für die Bewertung, Bestätigung und Anerkennung formeller, non-formeller und informeller Bildung von Migranten, basierend auf ausgewählten Erfahrungen innerhalb und außerhalb der Europäischen Union. Nationale Praktiken wurden gegenüber den komplexen Anforderungen der modernen Arbeitsmärkte und den unterschiedlichen Bedürfnissen von diversen fachlich qualifizierten Migrantengruppen überprüft. Die Studie betrachtet neue Entwicklungen im Rahmen von Anerkennungsprozessen, bi-und multilaterale Anerkennungsvereinbarungen sowie Maßnahmen in der Phase vor der Ausreise, mit dem Ziel mögliche politische Ansätze zu untersuchen, um einer Dequalifizierung unterschiedlicher Gruppen zugewanderter Migranten in den Mitgliedsstaaten entgegenzuwirken.
  • Die Studie „Verbesserung des Zugangs zu Arbeitsmarktinformationen für Migranten und Arbeitgeber“ (Improving Access to Labour Market Information for Migrants and Employers) untersucht Informationsstrategien und -kanäle, die bei der Personalbeschafftung genutzt werden. Die Studie indentifiziert die wesentlichen informationsbezogenen Hindernisse, mit denen (private und öffentliche) Arbeitgeber, die Arbeitsmigranten sowohl von außerhalb als auch innerhalb des Landes einstellen möchten, und angehende und ansässige Migranten, die nach verfügbaren Beschäftigungsmöglichkeiten suchen, konfrontiert werden und weist auf politische Maßnahmen – einschließlich in der Phase vor der Ausreise – hin, um das Potenzial internationaler Migration auszuschöpfen und dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Beide Studien sind in unserer Dokumentendatenbank und unter folgendem Link zum Download verfügbar: www.labourmigration.eu. In Kürze (April 2013) erscheinen außerdem eine Übersicht über Migrations-, Beschäftigungs- und Arbeitsmarktintegrationspolitiken in den EU Mitgliedsländern, Norwegen und der Türkei sowie eine Zusammenfassung der LINET Forschungserkentnisse seit 2009.


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