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Monatlicher Arbeitsmarkt-Leitfaden - April 2012

16/04/2012 Vater und Sohn schauen auf einen Computer-Bildschirm

Die Arbeitslosenquote in der EU ist im Februar 2012 um weitere 0,1%-Punkte auf 10,2% gestiegen - einen neuerlichen Rekord. Sie liegt damit um 0,7%-Punkte über dem Wert im Februar des Vorjahres, was einem Anstieg um 1,9 Millionen Arbeitslosen entspricht.

Damit liegt die Zahl der Arbeitslosen numehr bei 24,6 Millonen. In den letzten sechs Monaten ist die Zahl stetig gestiegen, insbesondere bei den Männern. Im Durchschnitt gingen über diesen Zeitraum jeden Monat nicht weniger als 200.000 Jobs verloren.

Die Unterschiede innerhalb der EU, ohnehin gewaltig, sind im Februar noch weiter gestiegen. Der Unterschied zwischen der niedrigsten (Österreich mit 4,2%) und der höchsten Arbeitslosenquote (Spanien: 23,6%) ist der höchste, der innerhalb des Jahrzehnts gemessen wurde.

Betrachtet man die letzten zwölf Monate, so haben 18 Mitgliedstaaten steigende Arbeitslosigkeit zu verzeichnen, in acht gab es einen Rückgang. Die stärksten Anstiege waren in Griechenland, Spanien, Zypern und Portugal zu beobachten. Die positivsten Veränderungen verzeichneten dagegen die Baltischen Republiken und Deutschland, wenngleich dieser Rückgang in den letzten Monaten an Schwung verloren hat.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit ist die Entwicklung immer noch Besorgnis erregend. Hier ist die Quote im Februar 2012 um einen weiteren Prozentepunkt auf nunmehr 22,4% gestiegen. Dies enspricht einem Anstieg um 1,4 Prozentpunkte gegenüber dem Februar des Vorjahrens. Auch hier bleiben die Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten erheblich. Die Quote übersteigt 20% in zwei Dritteln der Länder, in Spanien und Griechenland ist erstmals sogar mehr als die Hälfte aller jungen Menschen arbeitslos. Dagegen liegt die Quote in Deutschland, Österreich und den Niederlanden unter 10%.

Die Einstellungsaktivität bleibt rege - mit im März weiter (wenn auch langsamer) steigender Online-Nachfrage nach Arbeitskräften. Gleichzeitig nahmen die Restrukturierungsbemühungen weiter ab - mit leicht negativem Einfluss auf Jobvakanzen.


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