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Quartalsbericht über soziale Lage und Beschäftigungssituation in der EU - März 2012

29/03/2012 Ein Man arbeitet in einem Kürbisfeld

Gemäß dem neuen vierteljährlichen Bericht der EU-Kommission hat sich die Situation an den Arbeitsmärkten in den EU nach einer leichten Erholung in 2010 bis Frühjahr 2011 in der zweiten Jahreshälfte 2011 abermals verschärft.

Nach einem moderaten Rückgang der Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2011 sehen sich nun alle großen Mitgliedstaaten (auch Deutschland) mit schlechteren Aussichten am Arbeitsmarkt konfrontiert, und die ungünstige wirtschaftliche Entwicklung hat sich auch nachteilig auf das Wachstum der Produktivität ausgewirkt. Dabei setzt sich der positive Trend bei unbefristeten Verträgen durchaus fort. Der Abbau von Arbeitsplätzen betrifft vor allem befristet Beschäftigte.

Seit Frühjahr 2011 sind etwa 1,6 Millionen Europäer arbeitslos geworden, die Arbeitslosenquote erreicht damit neue Höchstwerte um 10,1% im Januar 2012. Der Trend trifft Männer am Härtesten. Gleichzeitig erreichte auch die Jugendarbeitslosenquote mit 22,4% neue Rekordniveaus. Diese Verschlechterung zeigt sich auch in der Zahl derjenigen, die nicht in Beschäftigung, Ausbildung oder Trainingsmaßnahmen (NEET) sind.

Auf der anderen Seite, die Beobachtung, dass Arbeitslosigkeit und Arbeitskräfteknappheit zeitlich zusammenfallen (Beveridge-Kurve), untermauert die Tendenz zu mehr Stellenvakanzen bei gegebener Arbeitslosenquote in der EU.

Die Soziale Lage bleibt Besorgnis erregend, auch wenn jüngste Umfragen darauf hindeuten, das sich etwas weniger Haushalte in der EU in finanzieller Schieflage sehen (beim Haushaltseinkommen bestehen große Unterschiede).

Kinder sind von der Krise stärker betroffen als der Rest der Bevölkerung, hauptsächlich sofern sie in Haushalten leben, in denen der Vorstand von Arbeitslosigkeit betroffen ist.

Der Anteil der Sozialausgaben am Bruttoinlandsprodukt in der EU beträgt jetzt fast 30%. Die umverteilende Wirkung dieser Ausgaben ist wichtig. Ohne Sozialtransfers wäre die Armutsrisikoquote höher sein als die tatsächlichen 16%.

In den meisten Migliedstaaten bleiben die Beschäftigungserwartungen im Februar 2012 im terziären Sektor sowie in der Baubranche getrübt, während in der Industrie weiterhin mehr Optimismus herrscht. Die jüngste Frühjahrsprognose der Kommission hat das Wirtschaftswachstum der EU für 2012 nach unten korrigiert, bei einem erwarteten leichten Aufschwung in der zweiten Jahreshälfte, der jedoch kurzfristig der Beschäftigungssituation nicht helfen dürfte.

Vorausschauend kann festgehalten werden, dass der Prozess hin zur "Green Economy" bei den Unternehmen über die Industriezweige hinweg einen deutlichen Einfluss auf Beschäftigung und Nachfrage nach Qualifikationen haben wird.

Diese Ausgabe des Quartalsberichts analysiert die Situation auf dem Agrarsektor und beleuchtet die Situation auf den Arbeitsmärkten in Dänemark, Finnland, Griechenland, Italien, Lettland und Rumänien.


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