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Soziales Unternehmertum: neue Norm zur Messung des sozialen Nutzens

20/06/2014 Soziales Unternehmertum: neue Norm zur Messung des sozialen Nutzens

Die Europäische Kommission hat eine neue Norm veröffentlicht, die es sozialwirtschaftlichen Unternehmen jeder Größe ermöglichen soll, ihren sozialen Nutzen besser zu messen und darzustellen, was ihnen wiederum bei ihren Gesprächen mit Partnern, Investoren und öffentlichen Geldgebern zugutekommen dürfte.

Mithilfe der Norm, die in einem Bericht über die Messung des sozialen Nutzens dargestellt ist, werden die sozialwirtschaftlichen Unternehmen in der Europäischen Union leichter Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für soziales Unternehmertum (EuSEF) und dem neuen Programm für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI) erhalten können.

Der Bericht wurde von einer von der Kommission eingesetzten Sachverständigengruppe für soziales Unternehmertum (GECES) gebilligt.

Dem Bericht zufolge ist es nicht möglich, ein strenges Set von Indikatoren mit einem Top-Down-Ansatz aufstellen, um die sozialen Folgen in allen Fällen zu messen. Stattdessen wird eine Norm vorgeschlagen, die die Messung der sozialen Auswirkungen in fünf Phasen vorsieht und flexibel an die Bedürfnisse der sehr unterschiedlichen sozialwirtschaftlichen Unternehmen angepasst werden kann.

Die Notwendigkeit einer Norm zur Messung der sozialen Folgen zeigt sich im Zusammenhang mit der Förderung:

  • Gemäß dem EaSI-Programm erhalten sozialwirtschaftliche Unternehmen nur dann Unterstützung, wenn sie ein echtes Interesse nachweisen, messbare positive soziale und gesellschaftliche Wirkungen zu erzielen;
  • Sozialunternehmen, die Fördermittel aus dem neuen Europäischen Fonds für soziales Unternehmertum (EuSEF) beantragen, müssen ebenfalls eine Abschätzung der sozialen Folgen ihrer Tätigkeit vorlegen.

Die Entwicklung einer Norm soll dazu beitragen, dass die derzeitige Verdoppelung der Kosten infolge unterschiedlicher Ansätze künftig vermieden wird, und dass bewährte Verfahren in dem sich rasch wandelnden Bereich der Abschätzung sozialer Folgen gefördert werden.


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