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Kommission verbessert EURES-Netz für die berufliche Mobilität

26/11/2012 Kommission verbessert EURES-Netz für die berufliche Mobilität

Die Europäische Kommission hat einen Beschluss zur Modernisierung und Verbesserung des EU-weiten Beschäftigungsnetzes EURES angenommen.

Mit dem Beschluss soll die transnationale Mobilität der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen erhöht und damit der Weg zu einem echten europäischen Arbeitsmarkt geebnet werden. Dank der EURES-Reform soll es für Arbeitsuchende einfacher werden, Kontakt zu Arbeitgebern aufzunehmen, die Arbeitskräfte mit besonderen Qualifikationen suchen. Der Schwerpunkt wird auf Branchen und Berufe gelegt, in denen Arbeitskräftemangel herrscht. Außerdem sollen spezielle Mobilitätsprogramme für junge Menschen unterstützt werden.

Trotz hoher Arbeitslosenquoten (mehr als 25 Millionen Arbeitslose in der EU) herrscht weiterhin ein Fachkräftemangel und bleiben Stellen in bestimmten Berufen unbesetzt. Seit Mitte 2009 ist in der Tat die Zahl offener Stellen angestiegen, vor allem in wachstumsintensiven Bereichen wie Informations-, Kommunikations- und Umwelttechnologie.

EURES ist ein bereits bestehendes Arbeitsvermittlungs-Netz, dem 31 europäische Arbeitsverwaltungen in den EU-Mitgliedstaaten, den EWR-Ländern (Norwegen, Island und Liechtenstein) und der Schweiz angehören. Der neue Kommissionsbeschluss wird dazu beitragen, dass EURES unmittelbar auf spezifische wirtschaftliche Bedürfnisse reagieren kann. Über das Netz erfolgt proaktiv ein Abgleich von Personen, die Arbeit suchen oder einen Arbeitsplatzwechsel anstreben, mit den vorhandenen Stellenangeboten. Für die Arbeitgeber wird zudem der Zugang zu einem Kandidatenpool mit den für die Entwicklung und das Wachstum ihres Unternehmens benötigten Qualifikationen verbessert.

Infolge der Reform wird EURES stärker auf die jungen Menschen ausgerichtet sein, die eine höhere Mobilitätsneigung haben, und sich auf Beschäftigungsverhältnisse erstrecken, bei denen Arbeit und Lernen kombiniert werden (z. B. Ausbildungsverhältnisse). Schließlich wird das EURES-Webportal umgestaltet, damit benutzerfreundliche innovative Online-Instrumente für die Stellenvermittlung zur Verfügung stehen und der Zugang zu qualifikationsbasierten Arbeitsmarktdaten gewährleistet ist.

Mit der Reform wird die Anzahl der Partner, die im Rahmen von EURES Mobilitätsdienstleistungen anbieten, erhöht und eine Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Arbeitsvermittlern eingeführt. Auf diese Weise soll ein noch höherer Prozentsatz freier Stellen erfasst werden (derzeit werden insgesamt 30-40 % der freien Stellen abgedeckt).

Der Beschluss gilt ab 1. Januar 2014. Bis dann muss jedes teilnehmende Land eine besondere Dienststelle benennen, die die Reform umsetzt, mit den neuen Partnern zusammenarbeitet und das erforderliche spezifische Leistungsangebot entwickelt.


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