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Rechtsprechung - Sportler

Im vorliegenden Fall hat der Gerichtshof darüber beraten, ob die Ausübung des Sports unter das Unionsrecht fällt, wenn sie Teil des Wirtschaftslebens ist. Die durch Sportverbände aufgestellten Transferregeln müssen den Grundsätzen der Freizügigkeit der Arbeitnehmer entsprechen.
Der Gerichtshof vertrat die Ansicht, dass die Möglichkeiten für die Spieler, eine Beschäftigung zu finden, von den diskutierten Transferregeln beeinflusst werden. Infolgedessen ist die Freizügigkeit der Spieler, die ihre Tätigkeit in einem anderen Mitgliedstaat ausüben wollen, eingeschränkt und eine solche Beeinträchtigung ist laut Artikel 45 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union verboten.

Nach dem vorliegenden Fall ist es Berufsspielern erlaubt, nach Ablauf ihres Arbeitsvertrags ungehindert zu einem anderen Verein in der EU zu wechseln. (Vollständiger Text)

Der Gerichtshof hat festgelegt, dass die Dopingkontrollregeln des Internationalen Olympischen Komitees den Gemeinschaftsregelungen über den Wettbewerb unterliegen. Diese Regeln müssen auf das zum ordnungsgemäßen Funktionieren des sportlichen Wettkampfs Notwendige begrenzt sein.
Die Ausübung des Sports fällt unter das Unionsrecht, wenn sie Teil des Wirtschaftslebens ist. Der Strafcharakter der fraglichen Regeln und das Ausmaß der im Fall eines Verstoßes gegen diese Regeln anwendbaren Sanktionen können negative Auswirkungen auf den Wettbewerb haben. (Vollständiger Text)

Der vorliegende Fall betraf eine Regelung, die eine Ausbildungsentschädigung für den Fall vorsieht, dass ein Nachwuchsspieler nach Abschluss seiner Ausbildung einen Vertrag als Berufsspieler mit einem anderen Verein als dem abschließt, der ihn ausgebildet hat. Der Gerichtshof bestätigt, dass die Ausübung des Sports insoweit unter das Unionsrecht fällt, als sie zum Wirtschaftsleben gehört.
Der Gerichtshof hat entschieden, dass eine solche Regelung grundsätzlich durch den Zweck gerechtfertigt werden kann, die Anwerbung und die Ausbildung von Nachwuchsspielern zu fördern. Eine solche Regelung muss jedoch für das Erreichen dieses Zwecks geeignet sein und darf nicht über das hinausgehen, was zu seiner Erreichung erforderlich ist. Die Höhe der Entschädigung muss festgesetzt werden, wobei die Kosten zu berücksichtigen sind, die den Vereinen durch die Ausbildung sowohl der künftigen Berufsspieler als auch derjenigen, die nie Berufsspieler werden, entstehen. (Vollständiger Text)

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