Beschäftigung, Soziales und Integration

Aktuelles 13/03/2006

Konferenz über den Sozialen Dialog: Erstmalig treffen Vertreter aus 31 Sektoren aus der gesamten EU zusammen

Im Palais d'Egmont in Brüssel findet heute die erste Konferenz über den sozialen Dialog auf sektoraler Ebene mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden aus allen 31 sektoralen Ausschüssen für den europäischen sozialen Dialog statt. Vertreter von Wirtschaftszweigen wie Textil, Landwirtschaft, Bau und Chemie werden bei dieser Konferenz mit Vladimír Špidla, dem für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit zuständigen Kommissar, zusammentreffen und die Rolle der Sozialpartner bei der Bewältigung der Herausforderungen – Strukturwandel, Qualifikationsdefizit, demografischer Wandel – diskutieren, vor denen die EU steht.

Drei Hauptthemen werden diskutiert: Antizipation und Bewältigung des Wandels, Stärkung des sozialen Dialogs in einem erweiterten Europa und Antworten auf die Herausforderungen bzw. Beiträge zu Lösungen. Kommissar Špidla wird die wichtige Rolle und die Verantwortung der Sozialpartner bei der Behandlung dieser Themen hervorheben.

„Dem sozialen Dialog auf sektoraler Ebene kommt eine Schlüsselfunktion zu, da die Vertreter beider Seiten am besten beurteilen können, in welchem Zustand sich die Wirtschaftssektoren in der EU – unter Berücksichtigung der Besonderheiten jedes Sektors – befinden, und an konkreten Lösungsansätzen mitarbeiten können", erklärte Kommissar Špidla.

Ausschüsse für den europäischen sozialen Dialog auf sektoraler Ebene werden auf gemeinsamen Antrag der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite hin eingerichtet; seit 1998 wurden 31 Ausschüsse geschaffen, weitere sind geplant. Die Konsultation findet im Rahmen dieser Ausschüsse statt, die auch auf eigene Initiative tätig werden können. Die Ausschüsse spielen eine zunehmend wichtigere Rolle durch ihre gemeinsamen Beiträge zu Fragen wie bessere Arbeitsbedingungen, Berufsbildung und Globalisierung, von denen einige von zentraler Bedeutung für die Wachstums- und Beschäftigungsstrategie der EU sind.

Den Vorsitz auf dieser Konferenz wird Nikolaus van der Pas, Generaldirektor der GD Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit der Europäischen Kommission, führen. In den Workshops wird es auch Diskussionen über spezielle Initiativen geben, die die Sozialpartner auf sektoraler Ebene bereits realisiert haben, wie etwa die im letzten Jahr geschlossene Vereinbarung der europäischen Sozialpartner über die Arbeitsbedingungen bei Eisenbahngesellschaften im grenzüberschreitenden Verkehr, die mittlerweile in eine Richtlinie des Rates eingeflossen ist.

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