Navigationsleiste

Datenschutz am Arbeitsplatz

Die Erfassung der personenbezogenen Daten eines Arbeitnehmers beginnt schon vor Beginn des Arbeitsverhältnisses, nämlich während des Bewerbungsverfahrens. Sie setzt sich während der Beschäftigungsdauer fort und kann noch über das Ende des Beschäftigungsverhältnisses hinaus andauern. Begründet wird dies mit rechtlichen Vorschriften, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, Maßnahmen zur Auswahl, Fortbildung und beruflichen Förderung von Mitarbeitern, Leistungsbeurteilung, Qualitätsüberprüfung und Kundendienst, der Überprüfung der Berechtigung für bestimmte Vergünstigungen usw.

Die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet des Personalmanagements, der Arbeitsorganisation und der Informationstechnologie am Arbeitsplatz haben die Erfassung personenbezogener Daten der Mitarbeiter verstärkt und ausgeweitet. Ein weiterer Faktor ist die Entwicklung von Technologien, wie z. B. Chips für Gentests oder RFID. Die zunehmende Verwischung der Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben sowie die Entwicklung der Telearbeit sorgen für weitere Befürchtungen.

Zurzeit gibt es keine spezielle EU-Gesetzgebung zu Fragen des Schutzes der personenbezogenen Daten von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz. Allerdings beziehen sich zwei allgemeine EU-Richtlinien über den Schutz personenbezogener Daten auch auf Arbeitnehmer. Eine Richtlinie (95/46/EG) bezieht sich auf den Schutz natürlicher Personen im Hinblick auf die Verarbeitung personenbezogener Daten und den freien Verkehr solcher Daten. Die andere (2002/58/EG zur Änderung der Richtlinie 97/66/EG) behandelt die Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsphäre im Bereich der elektronischen Kommunikation. Die Gesetzgebung der Mitgliedstaaten muss die Bestimmung8en dieser Richtlinien genauso berücksichtigen wie das entsprechende internationale Recht.

Vorbereitende Dokumente

Anhörung zum Schutz personenbezogener Arbeitnehmerdaten:

Studien

    Weiterempfehlen

  • Twitter Facebook Auf Google+ teilen