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Nicht-EU-Bürger

Die Freiheit, in ein anderes EU-Land ziehen und dort ohne Arbeitserlaubnis arbeiten zu dürfen, gehört zu den Grundrechten der EU-Bürger.

Unter bestimmten Umständen haben auch Staatsangehörige aus Nicht-EU-Ländern das Recht auf Arbeitsaufnahme in einem EU-Land und auf Gleichbehandlung am Arbeitsplatz. Dies hängt von ihrer Eigenschaft als Familienangehörige eines EU-Bürgers und von ihrer eigenen Staatsangehörigkeit ab.

Island, Liechtenstein und Norwegen

Obwohl diese Länder keine EU-Mitgliedstaaten sind, dürfen ihre Staatsangehörigen in der EU zu denselben Bedingungen wie EU-Bürger arbeiten, da die Länder zum Europäischen Wirtschaftsraum gehören.

Für Arbeitnehmer aus einigen EU-Ländern können zeitweilige Beschränkungen für die Arbeitsaufnahme in Island, Liechtenstein oder Norwegen gelten. Zur Zeit sind dies folgende Länder: Bulgarien und Rumänien.

Schweiz

Im Rahmen des Abkommens zwischen der EU und der Schweiz über den freien Personenverkehr dürfen Schweizer Staatsangehörige in der EU ohne Beschränkungen wohnen und arbeiten. Einige Einschränkungen gelten jedoch für das Arbeiten in Kroatien.

Die meisten EU-Bürgerinnen und -Bürger benötigen für die Schweiz keine Arbeitserlaubnis. Einschränkungen gelten lediglich für bulgarische, kroatische und rumänische Staatsangehörige: Sie benötigen eine Arbeitserlaubnis. Weitere Informationen für EU-Bürger/-innen, die in der Schweiz arbeiten möchten

Türkei

Das Recht türkischer Staatsangehöriger, in einem EU-Land Arbeit aufzunehmen, hängt gänzlich von den Rechtsvorschriften des betreffenden EU-Landes ab.

Türkischen Arbeitnehmern, die rechtmäßig in einem EU-Land beschäftigt sind und dem regulären Arbeitsmarkt des Mitgliedstaats angehören, werden jedoch folgende Rechte zuerkannt:

  • Nach einem Jahr ordnungsgemäßer Beschäftigung besteht Anspruch auf Erneuerung der Arbeitserlaubnis bei demselben Arbeitgeber, wenn dieser über einen Arbeitsplatz verfügt.
  • Nach drei Jahren ordnungsgemäßer Beschäftigung können Bewerbungen auf Stellenangebote für denselben Beruf bei einem anderen Arbeitgeber erfolgen.
  • Nach vier Jahren ordnungsgemäßer Beschäftigung besteht freier Zugang zu jeder Beschäftigung im Lohn- oder Gehaltsverhältnis in dem betreffenden EU-Land.

Türkische Staatsangehörige, die rechtmäßig in einem EU-Land arbeiten, haben Anspruch auf dieselben Arbeitsbedingungen wie die Staatsangehörigen des betreffenden EU-Landes.

Andere Länder, mit denen Abkommen bestehen

Staatsangehörige der folgenden Länder, die rechtmäßig in der Europäischen Union arbeiten, haben Anspruch auf dieselben Arbeitsbedingungen wie die Staatsangehörigen des Aufnahmelandes:

Länder, mit denen keine Abkommen bestehen

Für Staatsangehörige anderer Länder, die kein Abkommen mit der EU geschlossen haben, hängt das Recht auf Arbeitsaufnahme in einem EU-Land hauptsächlich von den Rechtsvorschriften des betreffenden Landes ab, es sei denn, es handelt sich um Familienangehörige eines EU-Bürgers.

Zu den folgenden Bereichen gibt es jedoch EU-Vorschriften, die für Arbeitnehmer aus allen Nicht-EU-Ländern gelten:

  • langfristige Aufenthaltsberechtigung für Nicht-EU-Bürger in der EU
  • Recht auf Familienzusammenführung
  • Zulassung von Wissenschaftlern aus Nicht-EU-Ländern
  • Zulassung von Studenten, Schülern, unbezahlten Praktikanten und freiwilligen Helfern
  • Rechte von hochqualifizierten Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Ländern („EU Blue Card“)

In folgenden Bereichen wurden Vorschläge für neue EU-Vorschriften erarbeitet:

  • Vereinfachung der Antragsverfahren und Rechte für alle Wanderarbeitnehmer aus Nicht-EU-Ländern
  • Bedingungen für die Einreise und den Aufenthalt von Saisonarbeitnehmern aus Nicht-EU-Ländern
  • Bedingungen für die Einreise und den Aufenthalt von Drittstaatsangehörigen im Rahmen einer konzerninternen Entsendung

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