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Griechenland - Hinterbliebenenrente

Wann kann ich Ansprüche geltend machen?

Im Falle des Todes eines Versicherten oder Rentners können die Familienangehörigen unter bestimmten Bedingungen Ansprüche auf eine Hinterbliebenenversorgung geltend machen.

  • Renten im Todesfall
    • Witwer- bzw. Witwenrente:
    • Bei Ableben der bzw. des Versicherten vor dem 15. Juli 2010 besteht ein Rentenanspruch, wenn der Tod des Ehegatten bzw. der Ehegattin nach den ersten sechs Monaten des ehelichen Zusammenlebens eingetreten ist; handelt es sich bei der verstorbenen Person um einen Rentenempfänger, besteht ein Rentenanspruch, wenn der Tod des Ehegatten bzw. der Ehegattin erst nach den ersten zwei Jahren des ehelichen Zusammenlebens eingetreten ist.
    • Bei Ableben der bzw. des Versicherten nach dem 15. Juli 2010 besteht ein Rentenanspruch, wenn der Tod des Ehegatten bzw. der Ehegattin nach drei Jahren des ehelichen Zusammenlebens eingetreten ist; handelt es sich bei der verstorbenen Person um einen Rentenempfänger, besteht ein Rentenanspruch, wenn der Tod des Ehegatten bzw. der Ehegattin nach fünf Jahren des ehelichen Zusammenlebens eingetreten ist.
    • Nach einer Scheidung können Ansprüche nur ab einem Alter von 65 Jahren geltend gemacht werden, wenn keine erneute Heirat erfolgt ist.
    • Waisen: Kinder der/des Verstorbenen haben Rentenanspruch, wenn sie ledig sind und keine andere Rente beziehen. Der Anspruch gilt bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres im Falle des Besuchs einer Berufsfachschule, einer Fachhochschule oder eine Hochschule in Griechenland oder im Ausland, sofern weder eine Erwerbstätigkeit noch ein Beruf ausgeübt werden und keine Rente aufgrund einer eigenen Erwerbstätigkeit bezogen wird.
    • Kinder, die berufsunfähig sind und deren Behinderung vor dem 18. Lebensjahr aufgetreten ist, haben, unabhängig von ihrem Alter, für die Dauer ihrer Behinderung einen Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente.
    • Rente für Eltern und Enkel: Enkel und Eltern des/der Verstorbenen, für deren Unterhalt der/die Verstorbene aufkam, haben einen Rentenanspruch (gilt nur für Versicherte mit Versicherungsbeginn vor dem 1.1.1993).
  • Bestattungszulage: Entschädigung, die in der Regel an die Witwe oder die Person entrichtet wird, die für die Bestattungskosten aufgekommen ist; im Falle des Ablebens eines unterhaltsberechtigten Mitglieds wird die Zulage jedoch nicht ausgezahlt.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

  • Renten im Todesfall: Ansprüche auf eine Hinterbliebenenrente können geltend gemacht werden, wenn die verstorbene Person 1 500 Tage versichert war, von denen 300 Tage in den fünfjährigen Zeitraum vor Eintritt des Todes fallen.

Die Renten sind in der Regel steuerpflichtig.

  • Bestattungszulage: Hat der/die Verstorbene noch keine Rente bezogen, müssen im letzten Jahr vor dem Tod mindestens 100 Versicherungstage oder eine Versicherungsdauer von 15 Monaten unmittelbar vor dem Ableben aufgewiesen werden, ohne dass die letzten drei Monate hinzugerechnet werden.

Zu den erforderlichen Unterlagen, die bei der zuständigen Geschäftsstelle der IKA-ETAM einzureichen sind, gehören das Gesundheitsheft des/der Verstorbenen, das Versicherungsheft (bei Erwerbstätigkeit des/der Verstorbenen) bzw. eine Bestätigung über die Einstellung der Rentenzahlung (für den/die Bezugsberechtige(n)) und die Originalrechnungen des Bestattungsunternehmens.

Worauf habe ich Anspruch und wie kann ich Ansprüche geltend machen?

Renten im Todesfall

  • Witwer- und Witwenrente: für die ersten drei Jahre nach dem Tod des Ehegatten bzw. der Ehegattin besteht Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente.
  • Nach den drei Jahren besteht bei eigener Erwerbstätigkeit oder Rentenbezug ein Anspruch auf 50 % der Altersrente, die der bzw. dem Verstorbenen zugestanden hätte, bis zum 65. Lebensjahr. Ab diesem Alter besteht einer Anspruch auf 70 % der Altersrente, die der/die Verstorbene erhalten hätte.
  • Die Rente wird im Laufe der Zeit nicht gekürzt, wenn die hinterbliebene Ehegattin bzw. der hinterbliebene Ehegatte zum Zeitpunkt des Ablebens zu 67 % körperlich oder geistig behindert war.
  • Es wird ferner darauf hingewiesen, dass die Rente, sofern die verstorbene Person Waisen hinterlassen hat, die minderjährig oder behindert sind bzw. noch studieren (bis zum 24. Lebensjahr), für den Witwer oder die Witwe entsprechend gekürzt und auf die Kinder aufgeteilt wird.
  • Waisenrente:
  • Bei Versicherungsbeginn der/des Verstorbenen vor dem 1.1.1993 gilt:
  • - Kinder, die einen Elternteil verloren haben, haben Anspruch auf 20 % der Altersrente, die der Verstorbenen bzw. dem Verstorbenen zugestanden hätte, bis zu ihrem 18. Lebensjahr oder im Falle eines Studiums bis zu ihrem 24. Lebensjahr;
  • - Kinder, die beide Elternteile verloren haben, haben Anspruch auf 60 % der Altersrente, die der Verstorbenen bzw. dem Verstorbenen zugestanden hätte.
  • Bei Versicherungsbeginn der/des Verstorbenen nach dem 1.1.1993 gilt:
  • - Kinder, die einen Elternteil verloren haben, haben Anspruch auf 25 % der Altersrente, die der Verstorbenen bzw. dem Verstorbenen zugestanden hätte, bis zu ihrem 18. Lebensjahr oder im Falle eines Studiums bis zu ihrem 24. Lebensjahr;
  • - Kinder, die beide Elternteile verloren haben, haben Anspruch auf 50 % der Altersrente, die der Verstorbenen bzw. dem Verstorbenen zugestanden hätte.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass die für Waisen bis zum 18. oder 24. Lebensjahr ausgezahlte Rente nach der Zahlungseinstellung auf eventuell vorhandene Kinder mit Behinderung verteilt wird.
  • Rente für Enkel und Eltern (gilt nur für Versicherte vor dem 1.1.1993): Unterhaltsberechtigte Eltern und Enkel haben Anspruch auf 20 % der Rente (letztere bis zum 18. oder 24. Lebensjahr). Weder für die Eltern noch für die behinderten Kinder gelten Altersbeschränkungen oder sonstige Beschränkungen.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Gesamtbetrag der Renten, der von den bezugsberechtigten Familienmitgliedern bezogen wird, einen Anteil von 100 % der Altersrente, die der bzw. dem Verstorbenen zugestanden hätte, nicht übersteigen darf.

Die Höhe der Rente kann auf der folgenden Website berechnet werden: Berechnung der Grundrente der ΙΚΑ-ΕΤΑΜ.

Für die bei der Geschäftsstelle der IKA-ETAM am Wohnort einzureichenden Unterlagen klicken Sie bitte hier.

Bestattungskosten: einmalige Zulage, die dem achtfachen Betrag der Referenzbezüge der höchsten Versicherungskategorie entspricht.

Begriffsbestimmung

Möglicherweise auszufüllende Formulare

Die eigenen Rechte kennen

Über die folgenden Links können Sie mehr über Ihre rechtlichen Ansprüche erfahren. Es handelt sich weder um Webseiten der Europäischen Kommission noch repräsentieren sie die Ansicht der Kommission:

Veröffentlichung und Webseite der Kommission:

Kontaktstellen

Sozialversicherungsanstalt IKA

Einheitliche Kasse für Arbeitnehmer

Direktion für Internationale Beziehungen

Geraniou 42

104 31 Athen

GRIECHENLAND

Τel. +30 2106744663

Website: www.ika.gr


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