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Investition in Kinder

Problemstellung

Kinder, die in Armut aufwachsen, laufen ein höheres Risiko, sozial ausgegrenzt zu werden und langfristig unter Gesundheitsproblemen zu leiden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie im späteren Leben ihr Potenzial uneingeschränkt entfalten, ist gering.

Diesen Kreislauf der Benachteiligung gilt es bereits im frühen Kindesalter zu durchbrechen. Mit präventiven Investitionen in Kinder kann das Risiko der Armut und sozialen Ausgrenzung verringert werden.

Dabei geht es nicht nur darum, den Lebensstandard der Kinder zu erhöhen. Vielmehr sollen sie mithilfe eines integrierten Ansatzes in die Lage versetzt werden, ihr volles Potenzial zu entfalten, in der Schule voranzukommen und gesund zu bleiben.

Herausforderungen

  • Durch die Wirtschaftskrise hat die Armut in ganz Europa zugenommen. Dies wirkt sich besonders negativ auf Kinder aus. Im Jahr 2011 waren 27,1 % der Kinder von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht – gegenüber 24,2 % der Gesamtbevölkerung.
  • Verstärkte und präventive Investitionen in Kinder sind notwendig, um folgende Missstände zu beheben:
    • Fehlanreize, die Eltern von der Aufnahme einer Beschäftigung abhalten;
    • ineffiziente oder unangemessene Zuwendungen für Kinder bzw. Familien;
    • mangelnder Zugang zu hochwertigen Dienstleistungen.

Lösungsansätze

Sowohl im Sozialinvestitionspaket als auch in der Empfehlung Investitionen in Kinder: den Kreislauf der Benachteiligung durchbrechen wird darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, früh einzugreifen und präventiv tätig zu werden. Die EU-Länder werden darin aufgefordert:

  • den Zugang der Eltern zum Arbeitsmarkt zu unterstützen und sicherzustellen, dass sich die Berufstätigkeit für sie lohnt;
  • den Zugang zu erschwinglicher frühkindlicher Erziehung und Betreuung zu verbessern;
  • angemessene Einkommensbeihilfen wie Kinder- und Familiengeld bereitzustellen. Diese Beihilfen sollten so zwischen den Einkommensgruppen umverteilt werden, dass keine Anreize für Erwerbslosigkeit geschaffen werden und Stigmatisierung vermieden wird;
  • den Zugang zu hochwertigen Dienstleistungen zu verbessern, die für das Vorankommen von Kindern unerlässlich sind: Verbesserung des Zugangs zu frühkindlicher Erziehung und Betreuung von Kindern unter drei Jahren, Vermeidung der Ausgrenzung in der Schule, Verbesserung des Zugangs zu Gesundheitsversorgung, angemessenen Unterkünften, Sozialdienstleistungen;
  • die Teilnahme von Kindern an außerschulischen Aktivitäten zu fördern, sie an der Erbringung von Leistungen wie Betreuung, Gesundheitsversorgung und Bildung zu beteiligen und sie im Vorfeld einschlägiger Maßnahmen zu befragen.

Die Kommission wird die Umsetzung der Empfehlung überwachen und unterstützen und insbesondere

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