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City Strategy im Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Kinderarmut (Vereinigtes Königreich)

06/07/2009

Die "City Strategy" zielt auf eine verbesserte Arbeitslosenunterstützung in den am stärksten benachteiligten Gemeinden Großbritanniens ab. Sie beruht auf einem "Bottom-up" Ansatz, in dem die Entscheidungs- und Finanzierungsbefugnisse verstärkt auf lokaler Ebene angesiedelt werden.

Gastgeberland : Vereinigtes Königreich

Ort und Datum : 6. - 7.7.2009

Peer-Länder : Bulgarien - Frankreich - Griechenland - Lettland - Litauen - Norwegen - Österreich - Portugal - Serbien - Tschechische Republik

Interessenvertreter : ESN, Eurocities

Die Überlegung geht dahin, wie Einrichtungen der Zentralregierung und lokalen Gebietskörperschaften, die Privatwirtschaft und der gemeinnützige Sektor (Vereine) in konzertieren Partnerschaften zusammengeführt werden können. Andererseits soll in der Praxis analysiert werden, ob lokale Anspruchsgruppen durch eine Bündelung von Initiativen hinter gemeinsamen Prioritäten mehr zu Wege bringen und gleichzeitig mehr Freiraum für Innovationen erschließen können. Die Zielsetzung lautet, Erwerbslose bei der Arbeitssuche und dem Fortkommen auf dem Arbeitsarbeit zu unterstützen, indem die lokale Arbeitsvermittlung und Kompetenzversorgung auf die Bedürfnisse der örtlichen Unternehmen und der Menschen abgestimmt werden. Das Gastgeberland legt diese Strategie als positiven Beitrag zum Langzeitziel der britischen Regierung an: Anhebung der Erwerbsquote und Kampf gegen Kinderarmut.

In 15 Sondierungszonen (v. a. Großstädten und urbanen Siedlungsgebieten), die von der in Großbritannien angepeilten Erwerbstätigenrate von 80 % am weitesten entfernt sind, wurden Pilotprojekte eingeleitet; es besteht die ministerielle Zusicherung auf deren Fortführung bis März 2011 (Unterstützung über das Ministerium für Arbeit und Renten - DWP).

Die Sondierungszonen haben sich mit eigenen Standardzielen ausgestattet, was die Reduktion der Zahl der BezieherInnen von Arbeitslosenunterstützungen und die Anhebung der lokalen Erwerbstätigenquote angeht. Daneben bewilligte das DWP spezifische Zielpunktmaßnahmen in Gegenden mit einem besonders hohen Bevölkerungsanteil von ethnischen Minderheiten.

Eine erste Bewertung des für den Zeitraum 2007-2009 mit £ 65 Mio. (ca. EUR 70-75 Mio.) ausgestatteten Programms zeigt, dass es einen positiven Beitrag zur Koordinierung zwischen lokalen Bemühungen und der Nationalpolitik leistet und eine vorrangige Bedachtnahme auf die Eindämmung von Arbeitslosigkeit begünstigt. Das bedeutet u. a., dass mehr lokale - finanzielle und personelle - Ressourcen aufgewendet werden und die Beteiligten ein verstärktes Verantwortungsbewusstsein für die Zielerreichung entwickeln.

Peer Review Manager

Frau Katja Korolkova (ÖSB Consulting GmbH)


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