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Unvorhergesehene medizinische Behandlung - Frankreich

Notfall

Centre des Liaisons Européennes et Internationales de Sécurité Sociale (CLEISS) 
(Zentralstelle für europäische und internationale Verbindungen im Bereich der sozialen Sicherheit)
Ausführliche Informationen in französischer, englischer, spanischer, deutscher, italienischer und portugiesischer Sprache.

Tel.: +33 1 45 26 33 41
E-Mail: ceam@cleiss.fr

Behandlung u. Kosten

Sämtliche Informationen über Ärzte, Zahnärzte, Pflegepersonal und Kliniken in einem bestimmten Gebiet sowie Behandlungskosten und deren Erstattung durch das französische Sozialversicherungssystem finden Sie auf der Internetseite ameli-direct (nur auf Französisch).

Ärzte

  • Falls Sie mit Ihrer Europäischen Krankenversicherungskarte ärztliche Versorgung in Anspruch nehmen möchten, müssen Sie sich an einen der staatlichen Krankenversicherung angeschlossenen Arzt („médecin conventionné“) wenden.
  • Diese Ärzte sind in zwei Kategorien unterteilt:
    „Secteur 1“: Ärzte, die den offiziellen Gebührensatz in Rechnung stellen
    „Secteur 2“: Ärzte, die zusätzlich zum offiziellen Gebührensatz einen Honorarzuschlag in Rechnung stellen.
  • Sie bezahlen den Arzt bzw. die Ärztin direkt. Diese(r) stellt einen Behandlungsschein („feuille de soins“) und ggf. eine Verschreibung aus. Den Behandlungsschein brauchen Sie für Ihren Erstattungsantrag.

Zahnärzte

  • Falls Sie mit Ihrer Europäischen Krankenversicherungskarte zahnärztliche Versorgung in Anspruch nehmen möchten, müssen Sie sich an einen der staatlichen Krankenversicherung angeschlossenen Zahnarzt („dentiste conventionné“) wenden.
  • Sie bezahlen den Zahnarzt bzw. die Zahnärztin direkt. Diese(r) stellt einen Behandlungsschein („feuille de soins“) und ggf. eine Verschreibung aus. Den Behandlungsschein brauchen Sie für Ihren Erstattungsantrag.

Krankenhausbehandlung

  • Legen Sie bei der Aufnahme stets die Europäische Krankenversicherungskarte vor, dann müssen Sie keine erstattungsfähigen Kosten auslegen und lediglich den Patientenbeitrag bezahlen.
  • Bei Krankenhausaufenthalten fällt eine Tagespauschale an.
  • Für größere Behandlungen wird Ihnen zusätzlich zu diesem Tagessatz ein Pauschalbeitrag in Rechnung gestellt. Diese Kosten sind in Frankreich nicht erstattungsfähig, aber es bleibt Ihnen natürlich unbenommen, nach der Rückkehr in Ihr Land eine Erstattung zu beantragen.
  • Falls Sie sich in eine Privatklinik einweisen lassen, sollten Sie sich vergewissern, dass diese auch Leistungen im Rahmen der staatlichen Krankenversicherung erbringt.

Verschreibungen

  • Zusammen mit Ihrer Verschreibung müssen Sie einen Behandlungsschein („feuille de soins“) erhalten. Ohne diesen ist keine Erstattung möglich. Verschriebene Arzneimittel werden nur erstattet, wenn sie als erstattungsfähig registriert sind. In Apotheken sagt man Ihnen, welche Arzneimittel dies sind.

Krankentransport

  • Die Notwendigkeit der Inanspruchnahme eines Krankenwagens oder Taxis muss ärztlich bescheinigt werden. Krankentransportkosten müssen Sie im Voraus bezahlen.

Flugrettung

  • Die Notwendigkeit eines Krankentransportflugs muss ärztlich festgestellt und vorab von der örtlichen Primärkrankenkasse CPAM genehmigt werden.

Erstattung

  • Erstattungsanträge sind in Frankreich an die örtliche Primärkrankenkasse CPAM zu richten.
  • Dazu müssen Sie Ihren Behandlungsschein („feuille de soins“), Kopien Ihrer Belege und Verschreibungen und eine Kopie Ihrer Europäischen Krankenversicherungskarte beilegen sowie Ihre Anschrift und Bankverbindung samt IBAN und BIC angeben. Die Abrechnung geht an Ihre Heimatadresse.
  • Sie können sich ca. 70 % der üblichen Behandlungskosten erstatten lassen.
  • Falls Sie während Ihres Aufenthalts in Frankreich keine Erstattung beantragen konnten, sollten Sie dies nach Ihrer Rückkehr bei Ihrem nationalen Versicherungsträger tun.

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