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FTE info logoMagazin für die europäische Forschung Sonderausgabe EIROforum – Februar 2007   
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 EDITORIAL
 INTERVIEW

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INTRODUCTION
Title  „Das EIROforum hat sich zu einem Hauptakteur der europäischen Forschung entwickelt“

Als Generaldirektor des ESRF seit 2001 ist er maßgeblich am Reifeprozess der Zusammenarbeit des EIROforums beteiligt. Heute spricht Bill Stirling über seine Erfahrung als Vorsitzender dieser Gruppe, über ihre Geschichte und ihre Wege in der Zukunft.

Bill Stirling (left) with the European Commissioner for Science and Research, Janez Potočnik
Bill Stirling (links) mit Janez Potočnik, EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung.
Welchen Nutzen bringt das EIROforum heute?
EIROforum ist eine sehr aktive Zusammenarbeit, in der sieben Institute ihre Erfahrung im Bereich der Wissenschaft auf einem hohen Niveau teilen. Eines unserer Ziele ist es, das wissenschaftliche Potential Europas in der komplizierten Umgebung nationaler Forschung weiterzuentwickeln. Dies betrifft von der Europäischen Union geförderte Wissenschaft, überstaatliche Projekte wie unseres und die weltweite Forschung.

Wir versuchen genügend langfristige Strategien zu entwickeln, um die Möglichkeit zu haben, die wirklich wichtigen wissenschaftlichen Fragen der Zukunft zu beantworten, um unsere Mitarbeiter zu motivieren, um die nötige Finanzierung zu erhalten und um die internationalen Programme unserer Institute mit den nationalen Bedürfnissen unserer Mitgliedstaaten in Einklang zu bringen. Für viele dieser Anliegen ist die Beziehung zur Europäischen Kommission für uns von wachsender Bedeutung.

Mich persönlich bewegt jedes Mal die Tatsache, dass die Fragen, die ich im Bereich der europaweiten Nutzung der Synchrotronstrahlung für wichtig erachte, in vielen Punkten sehr ähnlich sind mit den Belangen, denen andere Organisationen des EIROforums begegnen, z.B. bei der Entwicklung der Teilchenphysik oder der Weltraumforschung.

Die großen europäischen Einrichtungen wurden nicht im Rahmen der Europäischen Union und ihrer Forschungspolitik etabliert. Dennoch wird die Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission Jahr für Jahr intensiviert. Wird diese Tendenz so fortgesetzt und ausgeweitet?
Zurzeit sind Organisationen wie die ESRF in erster Linie, aber nicht ausschließlich, auf die Erfüllung der Bedürfnisse ihrer Mitgliedstaaten ausgerichtet. Dennoch ist mir die engere Verstrickung der Europäischen Kommission anhand der verschiedenen Programme im RP7, wie der Marie-Curie-Stipendien usw., bewusst. Selbstverständlich können einige unserer Forschungsbereiche, wie z.B. die Teilchenphysik, nur auf übernationaler Ebene stattfinden, aber dies gilt nicht für alle Disziplinen der EIRO-Mitglieder.

Natürlich gibt es Programme, die für uns von Nutzen sind. Die Roadmap des Europäischen Strategieforums für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) stellt einen sehr direkten Weg dar, auf dem Europa Einfluss auf die Mitglieder des EIROforums nehmen kann und dies auch tun wird, da einige von uns in diesem Fahrplan angesprochen werden. Die Schaffung des Europäischen Forschungsrates (EFR) (1) ist von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Spitzenforschung in Europa, einschließlich der von den EIROforum-Partnern betriebenen Forschung.

Welchen Effekt wird der EFR auf die EIRO-Institute haben?
Der Europäische Forschungsrat wird eine fundamentale Veränderung für die Forschungsförderung in Europa bringen, wenn er entsprechend unterstützt wird. Der Effekt auf die EIRO-Mitglieder wird zunächst einmal von indirekter Art sein. Wir betreiben Forschungseinrichtungen, die europäischen Forschern eine große Bandbreite an wissenschaftlichen Diensten bieten. Der EFR wird die besten Forscher mit finanziellen Mitteln zur Ausübung ihrer wissenschaftlichen Forschung ausstatten. Davon wiederum werden Einrichtungen wie die des EIROforums profitieren, wenn die Forscher diese in Anspruch nehmen. Grundsätzlich bin ich sehr enthusiastisch, da es der Zweck des EFR ist, Spitzenleistung in der Forschung zu fördern. Dies wird der europäischen Wissenschaft zweifelsohne Auftrieb geben, allerdings besteht weiterhin die Gefahr, dass das Prinzip der absoluten Gegenseitigkeit auf nationaler Ebene die positiven Effekte des EFR dämpfen könnte. Ich hoffe, der EFR wird stark genug sein, dieser Tendenz zu widerstehen.

In den letzten sechs Monaten hatten Sie den Vorsitz des EIROforums inne. Wie hat dieses Amt ihre Sicht auf das EIROforum verändert?
Ich bin fasziniert von der Bandbreite der Aktivitäten, in die das EIROforum involviert ist. Es vergeht kaum ein Tag ohne eine Email, in der dem EIROforum eine Beteiligung an einer wissenschaftlichen Ausstellung, Konferenz oder Karrieremesse angeboten wird… Die Liste ist endlos. Das EIROforum hat sich zu einer festen Größe entwickelt, die jetzt als ein Hauptakteur innerhalb der europäischen Wissenschaft anerkannt wird. Es gilt als ein unentbehrlicher Teilnehmer bei den bedeutenden wissenschaftlichen Veranstaltungen in Europa – und mehr und mehr weltweit. Dies überrascht eigentlich nicht, da schließlich jede einzelne EIROforum-Organisation führend in ihrer jeweiligen wissenschaftlichen Disziplin ist.

(1) Im 7. Rahmenprogramm hat der EFR den Status einer neuen Finanzie - rungsagentur, mit der die europäische Wissenschaftlergemeinschaft Forschung in aufkommenden Bereichen der Pionierforschung fördern möchte..


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  „Das EIROforum hat sich zu einem Hauptakteur der europäischen Forschung entwickelt“
  Wissenschaft nicht nur für das Labor

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