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FTE info logoMagazin für die europäische Forschung Sonderausgabe EIROforum – Februar 2007   
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 INTERVIEW

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EMBL
Title  An der Spitze der europäischen Biowissenschaften

Das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie, EMBL, wurde 1974 gegründet. Dieses europäische Zentrum für Forschung, Bildung und Lehre wird heute durch 19 Mitgliedstaaten unterstützt. Es konzentriert sich auf verschiedene Forschungsrichtungen und stützt sich dabei auf eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaftlern aller beteiligten Nationen auf dem Gebiet der Molekularbiologie.

Als Exzellenzzentrum für
Molekularbiologie, an dem die
besten Forscher arbeiten,
legt das EMBL auch großen Wert
auf die Ausbildung von
Doktoranden und Studierenden.
Als Exzellenzzentrum für Molekularbiologie, an dem die besten Forscher arbeiten, legt das EMBL auch großen Wert auf die Ausbildung von Doktoranden und Studierenden.
© M.Schupp/EMBL
Etwa 80 Forschergruppen arbeiten in den fünf Laboratorien des EMBL. Das Hauptlabor befindet sich in Heidelberg (DE). Hier werden alle Bereiche der molekularbiologischen Forschung, von der Untersuchung der Moleküle über die Emergenz der zellulären Bestandteile bis hin zur Embryonalentwicklung der Organismen, abgedeckt.

Fünf Laboratorien in Symbiose

Die beiden Außenstellen Hamburg (DE) und Grenobel (FR) befinden sich an Standorten, die über Synchrotrone verfügen und arbeiten im Bereich der strukturellen Biologie am Aufbau einer Partnerschaft. Die Hauptaktivitäten dieser Partnerschaft finden vor allem in Grenobel statt unter Beteiligung des Instituts Laue-Langevin (ILL), der Europäischen Synchrotron-Strahlungsquelle (ESRF), des Instituts für strukturelle Biologie (IBS), des Instituts für Molekular- und Strukturalvirologie (IVMS) und des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY). In Monterotondo, in der Nähe von Rom, wird zur Genforschung gearbeitet. Hier stellen die Forscher der Mouse Biology Unit des EMBL ihr einzigartiges Fachwissen bei der Erarbeitung von Versuchsreihen mit Mäusen zur Erforschung menschlicher Erkrankungen zur Verfügung und arbeiten dabei eng mit italienischen Forschergruppen des nationalen Forschungsrates (CNR - Consiglio Nazionale delle Ricerche) und dem European Mouse Mutant Archive (EMMA) zusammen. Das Zentrum für Bioinformatik des EMBL (European Bioinformatics Institute) liegt auf dem Campus des Sanger Institute in Hinxton, in der Nähe von Cambridge (UK). Hier wird eine der wichtigsten Biologie-Datenbanken der Welt verwaltet.

Alle Forschungsstätten arbeiten eng zusammen und fügen sich gut in die Strukturen des Instituts ein. Die Arbeiten werden von den unabhängigen Forschergruppen nach Themenplänen durchgeführt. Hierdurch werden Interdisziplinarität und Interaktion zwischen den Gruppen gefördert.

Außerdem bietet das EMBL den europäischen Wissenschaftlern ein erweitertes Serviceangebot. Am meisten werden der kostenlose Zugriff auf die Datenbank des European Bioinformatics Institute (EBI) und der Zugang zum Zyklotron in Hamburg sowie zum Synchrotron in Grenobel genutzt. Über das EMBL-Enterprise Management erhalten Unternehmen aus dem Biologie-Sektor Zugriff auf Technologietransfer und Laborinstrumente, die von dieser Einrichtung entwickelt wurden.

Verbreiten, ausbilden, diskutieren

Zwei wesentliche Schwerpunkte der Arbeit des EMBL liegen auf der Wissensverbreitung und der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern. Ungefähr 170 Doktoranden nehmen an dem bekannten, internationalen Doktorandenprogramm des EMBL teil, das in einer Partnerschaft mit 24 Universitäten in 17 Ländern durchgeführt wird. Die wissenschaftlichen Teams nehmen ständig Forscher aller Karrierestufen aus allen Ländern auf. Die internationalen Konferenzen und Workshops, die jedes Jahr vom EMBL für die europäische Forschergemeinde veranstaltet werden, sind stets gut besucht.

Da das EMBL angesichts der großen Fortschritte in der Biowissenschaft auch ihre gesellschaftlichen Auswirkungen stets im Auge behält, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Beziehungen zwischen Gesellschaft und Wissenschaft zu vertiefen und Forschung auch über bestehende Mauern hinweg zu kommunizieren. Mit dem dynamischen Programm, Science and Society, stellt das Labor den Dialog zwischen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit her.

Auf der anderen Seite bietet das European Learning Laboratory for the Life Sciences (ELLS) motivierten Lehrern die Möglichkeit, sich im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen über neue Spitzenforschungsbereiche einer Disziplin zu informieren, in der sich das Wissen kontinuierlich weiterentwickelt und vervielfältigt.

Unter dem Dach des EMBL ist auch die vom EIROforum herausgegebene Zeitschrift Science in School untergebracht, die dem naturwissenschaftlichen Unterricht neue Wege eröffnen (s. Seite 4) will.


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  An der Spitze der europäischen Biowissenschaften
  Der Stammbaum des Lebens im Zeitalter der Genomik
  Wer waren die Urbilateria?
  Am Anfang war die Form

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  • www.embl.de
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