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RDT info logoMagazine de la recherche européddee Nr 51 - Dezember 2006   
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 EDITORIAL
 Der Mensch als Maschine: Über die neuen Wege der Kommunikation
 e-Inclusion, Pro und Kontra
 Biotechnologien: Steigender Beliebtheitsgrad
 "Ein Wissenschaftler, der Tacheles redet, kann Schaden anrichten"
 Diabetes + Obesität = Diabesität
 Die Geschichte des Hefegenoms
 Rebell aus vielen Gründen
 Auf den Spuren der sechziger Jahre
 Nobelpreisträger der Zukunft
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 AGENDA

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MEDIZINISCHE FORSCHUNG
Title  Diabetes + Obesität = Diabesität

Die Weltgesundheitsorganisation sieht in der Obesität (Adipositas) eine neuartige Epidemie, die keinen Kontinent mehr ausspart und alle diejenigen Länder einbezieht, in denen Unterernährung und Überernährung nebeneinander bestehen. Wir befinden uns bereits in der neuen und absurden Situation, dass wir auf der Erde mehr Personen mit Übergewicht als an Hunger leidende Menschen zählen.

Die Ursachen für diese Entwicklung wurden lange Zeit vor allem auf die unausgewogenen Veränderungen in der Ernährungsweise und die Verminderung der körperlichen Betätigung in einer Gesellschaft zurückgeführt, in der man die meiste Zeit seines Lebens (am Steuer, vor dem Fernseher, vor seinem Schreibtisch oder an den Fließbändern in den Fabriken) „sitzend“ verbringt. In Europa erkranken heute fast 10% der Gesamtbevölkerung der Union an Adipositas, wobei Griechenland und die Tschechische Republik (mit 25% der männlichen und weiblichen Bevölkerung) an der Spitze liegen.

Die an Obesität leidenden Personen erfahren nicht nur den realen Verlust der Lebensqualität, sondern dieses Phänomen zieht auch Besorgnis erregende soziale Konsequenzen nach sich. Zurzeit gehen mindestens 7% der Gesundheitsausgaben in der Europäischen Union auf diese Behinderung und ihre medizinischen Folgen zurück - eine Ziffer, die allerdings nicht den durch diese körperliche Entwicklung erlittenen Verlust der Wirtschaft widerspiegelt. So wird nach einer Untersuchung des britischen Rechnungshofes (National Audit Office) geschätzt, dass Adipositas für jährlich 18 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage im Vereinigten Königreich verantwortlich ist.

Auf medizinischer Ebene haben die neueren, vertieften medizinischen Forschungen über die Ursachen und die physiologischen Folgen dieser „schwerwiegenden“ Tendenz die Verbindung zwischen der Obesität und dem Diabetes Typ 2 nachgewiesen – ob die erste die Ursache und die zweite die Folge oder umgekehrt ist, darüber hat man sich noch nicht einigen können. Man schätzt, dass praktisch 80% der Personen, die von diesem Diabetestyp im so genannten „Erwachsenenalter“ betroffen sind, gleichzeitig an einem dafür charakteristischen Übergewicht leiden. Diese „Diabesität“ getaufte Verbindung kann eine gravierende Erhöhung kardiovaskulärer Risiken, die in der klassischen Medizin mit dem Übergewicht verbunden sind, sowie pathologische Belastungen zur Folge haben, welche z.B. das Sehvermögen, die Nierenfunktionen, die Infektionsresistenz und das Nervensystem beeinträchtigen. Im Jahr 2010 werden in der Union bereits 33 Millionen Diabetiker leben. Diese Ziffer liegt sicher noch unter den tatsächlichen Zahlen, da man schätzt, dass ein Drittel der tatsächlichen Fälle diagnostisch nicht erfasst werden.

Aus diesem Grund sind die europäischen Investitionen in die biomedizinische Erforschung der Dreiecksbeziehung zwischen Diabetes - Obesität - Diabesität, von 44,5 Mio. EUR im Fünften Rahmenprogramm (1998 - 2002) auf 188 Mio. EUR im Sechsten Rahmenprogramm (2002 - 2006), um das Vierfache erhöht worden.

    
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