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N° 45 - Mai 2005 |
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| LESERBRIEF |
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Reden wir von den MännernAus persönlichen Gründen interessiere ich mich seit über zehn Jahren für die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen. Ich bin seit langem überzeugt, dass die Frage der Gewalt nicht auf das reduziert werden kann, was die Mehrzahl der Zeitungen berichtet. Ich danke Ihnen, dass Sie dieses Problem auf eine Art und Weise aufgegriffen haben(1), wie sie mir noch bei keinem Verteidiger der „Gleichheit“ von Männern und Frauen begegnet ist. Der mit „Der Angreifer als Opfer?“ übertitelte Abschnitt scheint mir den Schlüssel zum Fortschritt in dieser Frage zu liefern, von der nie (mit Absicht?) mehr als die Spitze des Eisbergs zu sehen ist. Kurz (und ein bisschen schematisch) gesagt, die Gewalt gegenüber Frauen ist unannehmbar (alle Welt ist darüber einig); die gegenüber Männern ist unsichtbar und damit nicht anerkannt und folglich [ohne weiteres] akzeptiert. Sie anzuerkennen könnte ein erster Schritt hin zu einer künftigen Veränderung der Einstellungen sein.
Louis-Victor Bril, Gemeinsame Forschungsstelle – Ispra (IT)
(1) FTE info 44, Was macht den Mann aus ?
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