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Fünftes Rahmenprogramm

Überblick über das Fünfte Rahmenprogramm

   
   

Neue Spielregeln

Auch im Hinblick auf die Mechanismen zur Leitung und Durchführung der Programme hat sich das Fünfte Rahmenprogramm verändert. Hier einige der wesentlichen Neuheiten:

  • Wissenschaftler, Unternehmer und Benutzer wurden verstärkt in die Vorbereitungsarbeit einbezogen, insbesondere dank der Bildung von 17 Expertengruppen, die die Kommission hinsichtlich Inhalt und Orientierung der Leitaktionen unterstützt haben;

  • Einführung einer neuen Partnerschaftsdynamik mit den KMU, insbesondere durch bessere Information und wirksamere Unterstützung;

  • Optimierung der Verfahren.

Hinweis

  • Die jeweiligen Forschungsbereiche werden auf den folgenden Seiten knapp beschrieben. Der vollständige und offizielle Inhalt der im Rahmen der Leitaktionen vorgesehenen FuE-Aktivitäten kann via Internet auf dem Server CORDIS eingesehen werden.

  • Alle in dieser Beilage beschriebenen Projekte wurden unter dem Vierten Rahmenprogramm durchgeführt..

Das Fünfte Rahmenprogramm ist in vier thematische Programme (die sich mit den in den Leitaktionen bestimmten Forschungsbereichen befassen) und drei horizontale Programme (deren Aktionen sich in sämtlichen Bereichen überschneiden) gegliedert und wurde mit Haushaltsmitteln in Höhe von 14,96 Mrd. Euro ausgestattet.

Neben den Leitaktionen ist ein Teil des Budgets für die großen Herausforderungen bestimmt, mit denen sich die thematischen Programme Lebensqualität und Management lebender Ressourcen, Benutzerfreundliche Informationsgesellschaft, Wettbewerbsorientiertes und nachhaltiges Wachstum sowie Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung beschäftigen. Im Rahmen dieser Programme werden auch Aktivitäten im Bereich der generischen Forschung durchgeführt und Forschungsinfrastrukturen unterstützt (siehe Kasten).


Die spezifische Rolle der horizontalen Programme

Im engen Zusammenspiel mit den thematischen Forschungen im Rahmen der Leitaktionen leisten drei horizontale Programme einen Beitrag zu den drei Prioritäten der europäischen WuT-Politik.

Sicherung der internationalen Stellung der Gemeinschaftsforschung
Es ist wichtig, die Integration der europäischen FTE-Aktivitäten mit dem weltweiten Austausch an wissenschaftlichen und technologischen Kenntnissen voranzutreiben und die Zusammenarbeit mit den bevorzugten Partnern der Europäischen Union zu verstärken. Dieses Programm wird die unbeschränkte Teilnahme von Wissenschaftlern und Unternehmern aus diesen Ländern an allen thematischen Forschungen des Fünften Rahmenprogramms aktiv fördern und auch die Verstärkung ihrer WuT-Infrastrukturen unterstützen.

Förderung der Innovation und der Einbeziehung von KMU
Mehr als 12.000 KMU haben an den verschiedenen Projekten des Vierten Rahmenprogramms (1994-1998) teilgenommen, das heißt doppelt soviel wie am Dritten. Diese zunehmende Teilnahme eines Sektors, der nicht nur die meisten neuen Arbeitsplätze schafft, sondern auch die wichtigste Antriebskraft für Innovation in Europa darstellt, ist das Ergebnis einer spezifischen Förderpolitik zur Einbeziehung von KMU in alle Forschungsaktivitäten. Darüber hinaus wird dieses Programm die Politik zur Stimulierung der Innovationskapazität der europäischen FTE fortsetzen und dazu beitragen, ein geeignetes Umfeld zu schaffen, um Technologietransfers zu entwickeln, die Verfügbarkeit von Risikokapital sicherzustellen und mitzuhelfen, den Schutz des geistigen Eigentums zu gewährleisten.

Ausbau des Potentials an Humanressourcen in der Forschung und Verbesserung der sozioökonomischen Wissensgrundlage
Europas größter Reichtum sind seine Humanressourcen: die Qualität seiner Forscher, Ingenieure und Techniker, die in den nationalen Bildungs- und Forschungssystemen ausgebildet worden sind und die Fähigkeit zu einer verstärkten europäischen Zusammenarbeit besitzen. Dieses Programm sorgt in erster Linie für die Unterstützung der Ausbildung und Mobilität von Forschern - dank der europäischen Marie-Curie-Stipendien -, die Vernetzung von Laboratorien, die Förderung des Austauschs von Wissenschaftlern und die Vertiefung von Wissen durch Forschung sowie für die Erleichterung des Zugangs zu den großen europäischen Forschungseinrichtungen.

In diesem Zusammenhang wird erhebliches Gewicht auf Forschungsarbeiten gelegt, die erlauben sollen, die grundlegenden Probleme, mit denen die im Wandel befindliche europäische Gesellschaft konfrontiert ist, besser zu verstehen und die Auswirkungen neuer Technologien besser zu bewerten und vorherzusehen. Zu diesem Zweck ist im Rahmen dieses horizontalen Programms eine spezifische Leitaktion vorgesehen (siehe Leitaktion 23).

     
   


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