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Energie, Umwelt und
nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Ökosysteme des Meeres

  
  

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Projektbeispiel

Aufgrund der menschlichen Aktivitäten sind bestimmte Küstengewässer mit schweren Eutrophierungsproblemen konfrontiert, das heißt mit einem Übermaß an Nährstoffen, die ein unkontrolliertes Wachstum von Mikroorganismen auslösen können. So sind beispielsweise insbesondere die Nordseeküsten von der Verbreitung des Phaeocystis betroffen - manche Strände werden regelmäßig von gewaltigen Schaummassen überzogen, die zum Glück wenigstens nicht giftig sind. Das europäische Projekt ESCAPE, das dieses Phänomen untersucht, hat nachgewiesen, daß die Verbreitung von Phytoplankton neben dieser sichtbaren Beeinträchtigung die Zunahme von Dimethylschwefel (DMS) fördert, eines schwefelhaltigen Naturgases, das bei der Bildung von saurem Regen und bei der Klimaveränderung eine wesentliche Rolle spielt.

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Kontakt:
eesd@ec.europa.eu
Fax: +32-2-296 30 24

Gesellschaftliche Aspekte

Die Expo '98 von Lissabon hat uns eindringlich vor Augen geführt, wie stark die Beziehungen zwischen Mensch und Meer unsere ganze Geschichte geprägt haben und wie entscheidend sie auch unsere Gegenwart und Zukunft beeinflussen. Die erst ansatzweise erforschten Ökosysteme bergen zahlreiche Schätze und derzeit noch unbekannte biologische und mineralische Potentiale.

Aber trotz ihrer schier unendlichen Größe ist die Meeresumwelt anfällig. Beweise dafür gibt es jeden Tag - von der Erschöpfung der Fischbestände über biologisch tote Binnenmeere bis hin zu gestörten Meeresströmungen.


Wirtschaftliche Aspekte

Die Meeresressourcen spielen eine wichtige Rolle in der Wirtschaft der europäischen Länder und dem Leben einer breiten Bevölkerungsgruppe. Der Fischereisektor in Europa umfaßt rund 70.000 Unternehmen, hauptsächlich KMU, die einen Jahresumsatz von 20 Milliarden EURO erzielen. Fast 5 % des Reichtums der Europäischen Union werden von den Industrien und Dienstleistungen in diesem Bereich erzeugt.


Europäische Aspekte

Die Verwaltung und Rechtshoheit der Küstengewässer fällt unter die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten. Die unverzichtbare gemeinsame Fischereipolitik hat jedoch schon längst bewiesen, daß nur auf europäischer Ebene ein sinnvoller Ansatz zur Meeresumwelt des Kontinents entwickelt werden kann.

Von der Ostsee über den Atlantik und das Schwarze Meer bis zum Mittelmeer unterstützt die Union zahlreiche Projekte, in denen Forschungszentren zusammenarbeiten, die auf die verschiedenen meeresbezogenen Gebiete spezialisiert sind.


Forschungsbereiche
  • Entwicklung der wissenschaftlichen Wissensgrundlagen - Einfluß der physischen und Umweltfaktoren auf die Ökosysteme, Untersuchung extremer Umgebungen, Untersuchung sedimentärer Systeme, Auswirkung von Ableitungen in die Meere usw.
  • Die vom Menschen verursachten Auswirkungen auf die Ökosysteme des Meeres - Mechanismen der Entwicklung der Artenvielfalt in den Meeren, Minderung der Auswirkungen von Schmutzstoffen und Eutrophierung, Technologien zur Untersuchung und Überwachung der Meeresumgebungen, Erforschung der lebenden Ressourcen usw.
  • Überwachung und Steuerung von Prozessen an Meeresküsten - Auswirkungen von Verschmutzungen, Überschwemmungen und Erosion auf die langfristige Morphologie von Küstengebieten, morphodynamische Eigenschaften von Schlauchmündungen und Wechselwirkungen zwischen ihnen und Küsten, Möglichkeiten der Landrückgewinnung usw.
  • Operationelle Vorhersage für Offshore-Tätigkeiten - Überwachungs-, Vorhersage- und Management-Pilotsysteme für sichere Offshore-Tätigkeiten (ozeanische Parameter, mathematische Modelle, Bewertung der Stichhaltigkeit von Umweltparametern usw.).
   
  


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