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Energie, Umwelt und
nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Bewirtschaftung der Wasservorräte und Wasserqualität

  
  

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Projektbeispiel

Die Wasseraufbereitungs- und -reinigungspolitiken haben sich lange Zeit auf die Kontamination durch Metalle konzentriert. Waste Water Cluster, in dem fünf europäische Forschungsprojekte gebündelt sind (und an dem insbesondere ein Waschmittelkonzern teilnimmt), beschäftigt sich mit den beunruhigenden Auswirkungen organischer Schmutzstoffe, die durch Industrie und Haushalte in die aquatischen Ökosysteme eingeleitet werden. Die hohe Konzentration mancher dieser Ableitungen, die wie Östrogene wirken, führt beispielsweise zu einem übermäßigen Anstieg männlicher Fische in Fischzuchten. Die Gefahr, die derartige endokrine Disruptoren für andere lebende Organismen, einschließlich des Menschen, darstellen, ist noch nicht gründlich untersucht worden und erfordert besondere Forschungsbemühungen.

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Kontakt:
eesd@ec.europa.eu
Fax: +32-2-296 30 24

Gesellschaftliche Aspekte

Das Wasser, lebenswichtige Ressource und begehrtes Wirtschaftsgut, wird weiterhin verschwendet und unzulänglich geschützt. Seit 1970 ist die pro Kopf verfügbare Wassermenge um 40 % zurückgegangen, und zwei von fünf Bewohnern unserer Erde sind mit Versorgungsproblemen konfrontiert. Dieses Mißverhältnis zwischen Bedarf und Verfügbarkeit führt zu einem Raubbau an den Wasserressourcen und zur Verknappung der Vorräte, ja selbst zu Spannungen zwischen konkurrierenden Benutzern - wenn nicht sogar zwischen Staaten.

Von diesem Ungleichgewicht sind nicht nur die Länder auf der Südhalbkugel der Erde bedroht. 60 % der europäischen Anbauflächen enthalten Dünger und Pestizide in Konzentrationen, die die Grundwasserqualität gefährden. In manchen südlichen Mitgliedstaaten, die aufgrund der durch den Fremdenverkehr erhöhten Nachfrage und des landwirtschaftlichen Bewässerungsbedarfs besonders große Wassermengen verbrauchen, herrscht angesichts der schwindenden Wasservorräte echte Besorgnis.


Wirtschaftliche Aspekte

In Europa macht der Privatverbrauch von Wasser nur ein Fünftel des Gesamtverbrauchs aus: 54 % davon entfallen auf die Industrie, 26 % auf die Landwirtschaft. Die Kosten für die Wasserversorgung in der Europäischen Union haben sich zwischen 1990 und 1995 fast verdoppelt (von 12 auf 20 Mrd. Euro) und dürften im Jahr 2000 rund 30 Milliarden betragen. Weltweit wird dieser Bereich (in dem Europa über ein erstklassiges Know-how verfügt, vor allem für den Bau und das Management von Aufbereitungsanlagen) im Jahr 2010 einen Markt von schätzungsweise 124 Milliarden Euro pro Jahr darstellen.


Europäische Aspekte

Zwanzig europäische Länder hängen zu über 10 % von dem Wasser der Flüsse aus Nachbarländern ab - im Falle der Niederlande und Luxemburgs erreicht diese Abhängigkeit sogar 75 %. Daher haben die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sich auf eine gemeinsame Wasserwirtschaftspolitik geeinigt, die in Form von Richtlinien zum Schutz dieser geteilten Ressource umgesetzt wird. Die Richtlinie "Städtische Abwässer" zum Beispiel sieht vor, daß Ballungsräume mit 10.000 bis 15.000 Einwohnern spätestens im Jahr 2005 durch ein geeignetes Sammel- und Aufbereitungssystem versorgt werden.


Forschungsbereiche
  • Integriertes Konzept zur Bewirtschaftung von Wasserressourcen und Feuchtgebieten - Optimierung von Technologien zur Aufbereitung und Reinigung von Wasser, mit dem Ziel, es trinkbar zu machen, Reduzierung des Wasserverbrauchs und der Wasserverschmutzung, prozeßintegrierte Aufbereitung von Industrieabwässern an der Quelle.
  • Überwachung und Vermeidung von Verschmutzung von Grundwasser und Oberflächengewässern - Kennzeichnung der Qualität und Quantität der Oberflächengewässer und Verständnis der Funktion von aquatischen Ökosystemen und Feuchtgebieten.
  • Überwachungs-, Frühwarn- und Kommunikationssysteme - Überwachung von Verschmutzungsquellen, Datensteuerungs- und -verwaltungssysteme (Ermittlung von Undichtigkeiten, Hochwassermanagement...), Systeme zur Bewertung von Überschwemmungen und Trockenheit usw.
  • Regulierung von Wasservorräten in wasserarmen Regionen - Verbesserung des Managements von Wasserressourcen und Verhütung von Wasserknappheit in ariden Regionen.
   
  


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