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Lebensqualität und
Management lebender Ressourcen

Alterung der Bevölkerung und Behinderungen

  
  

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Projektbeispiel

5 % der über 65jährigen Europäer leiden unter der Alzheimer-Krankheit. Generell tritt sieben Jahre nach Ausbruch der Krankheit der Tod ein. Auch wenn bisher keine Behandlung bekannt ist, mit der sich diese unaufhaltsam fortschreitende Großhirnrindenatrophie endgültig stoppen ließe, weiß man inzwischen doch sehr viel mehr über diesen Prozeß, vor allem über die Rolle der beteiligten Proteine und Gene. Ein 1998 gestartetes Projekt zielt darauf ab, Tiermodelle und Zellkulturen zu entwickeln, die die für die Alzheimer-Krankheit verantwortlichen Defekte reproduzieren. So wird es den Forschern möglich, die molekularen und zellulären Mechanismen der Krankheit in allen Einzelheiten zu untersuchen, und der Industrie werden Tests verfügbar gemacht, die sie unbedingt braucht, um therapeutische Strategien zu bewerten und neue Behandlungen zu entwickeln.

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Kontakt:
quality-of-life@ec.europa.eu

Gesellschaftliche Aspekte

Der wissenschaftliche Fortschritt hat es innerhalb weniger Jahrzehnte möglich gemacht, die Lebenserwartung in den Industrieländern erheblich zu steigern. Aber wie steht es mit der Lebensqualität der Senioren - hat sie sich ebenfalls entsprechend erhöht? In dem Maße, wie sich die Lebensdauer verlängert, nehmen generell auch die mit hohem Alter verbundenen Gesundheitsprobleme wie die Alzheimer Krankheit oder Alterskrebs zu.


Wirtschaftliche Aspekte

Im Jahre 2025 wird sich die Zahl der europäischen Rentner knapp verdoppelt, die der Jugendlichen unter 20 Jahren hingegen um 11% reduziert haben. Das Medianalter (das die Bevölkerung in zwei zahlenmäßig gleiche Gruppen teilt) dürfte sich im selben Zeitraum von 36 auf 45 Jahre verschieben, was bedeutet, daß immer weniger Berufstätige für die Kosten der medizinischen Versorgung von immer mehr alten Bürgern werden aufkommen müssen. Wie kann die Gesellschaft diese Umkehrung der Alterspyramide bewältigen?


Europäische Aspekte

Alten Menschen die Möglichkeit zu bieten, so lange wie möglich ihre Selbständigkeit zu bewahren, insbesondere dank geeigneter Vorbeugungs- und Heilbehandlungen, Dienstleistungen und Hilfe zu Hause, ist ein Gebot der Sozialpolitik, das für ganz Europa gilt. Wie in allen Gesundheitsbereichen erlaubt die europäische Dimension der Forschung, epidemiologische Elemente umfassender zu berücksichtigen und die verschiedenen Phänomene gründlicher zu analysieren, vor allem im Hinblick auf Lebensweisen und Eßgewohnheiten. Dieser Ansatz zieht sich wie ein roter Faden durch verschiedene Forschungsprojekte, insbesondere, wenn es um chronische Entzündungskrankheiten, Diabetes und die genetische Prädisposition für alterbedingte Veränderungen geht. Auf ethischer Ebene kommt er außerdem im Rahmen von Arbeiten über Palliativbehandlungen zum Tragen, vor allem in bezug auf die Entscheidungsfindung in bestimmten Krankheitssituationen.


Forschungsbereiche
  • Altersbedingte Krankheiten und Gesundheitsprobleme mit hoher Erkrankungsrate - Krankheiten, bei denen Behandlungsaussichten bestehen - Die großen Alterskrankheiten (Parkinson, Alzheimer usw.) - Physiologie und Psychopathologie des Älterwerdens und der Behinderung usw.
  • Ausschlaggebende biologische, psychologische, soziale und wirtschaftliche Faktoren des Älterwerdens bei guter Gesundheit und die zu Behinderung führenden Mechanismen - Zelluläre und molekulare Grundlagen der Alterung, genetische Prädisposition, die den altersbedingten Veränderungen zugrundeliegenden, wesentlichen biologischen und psychologischen Mechanismen, psychologische Auswirkungen des Älterwerdens usw.
  • Demographische und epidemiologische Erforschung von alterungs- und behinderungsbezogenen Trends - Klinische Versuche, Analyse und Quantifizierung der demographischen, medizinischen, soziologischen, mit der Lebensweise verbundenen Faktoren
  • Neue Konzepte zur Hinauszögerung des Beginns funktioneller Einschränkungen, zur Verringerung von Problemen, die das soziale Umfeld und die Umwelt an Senioren stellen - Insbesondere die Planung und Entwicklung bedarfsgerechter Produkte und Dienstleistungen (Unterkunft, Verkehr, Freizeit usw.) und die Unterstützung ihrer geistigen und körperlichen Vitalität.
  • Effektive und effiziente Erbringung von Gesundheitsdiensten und sozialen Pflegediensten für Senioren, einschließlich vergleichender Forschung über die Finanzierung von Langzeitpflege und Renten.
   
  


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