Das Duo Wissenschaft und Gesellschaft

„Ist die Meinung der Bürger vielleicht aufgrund ihrer Natur ein Problem, um das man sich erst im Nachhinein kümmern kann? Kann die Gesellschaft nicht erst ins Spiel kommen, wenn die Forschung abgeschlossen ist? Diese Fragestellungen sind sinnlos, weil die Bürgerbeteiligung bereits eine Tatsache ist – ob wir es wollen oder nicht, ob wir sie anregen oder nicht. In einem demokratischen Europa muss die Forschungspolitik die öffentliche Meinung berücksichtigen und zwar bereits in den ersten Phasen ihrer Umsetzung. Heute geht es nicht hauptsächlich darum zu wissen, ob die Wissensgesellschaft mit der Demokratie kompatibel ist. Sie kann nicht ohne eine Gesellschaft existieren, in der sämtliche Prozesse, einschließlich der Verwaltung des Wissens, demokratisch ablaufen.“

Massimiano Bucchi
Wissenschaftssoziologe, Universität Trento, Italien

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