OZEANOGRAFISCHE FORSCHUNG

Bewertung: Exzellent

Im Juni 2007 führte die Konferenz EurOcean die wichtigsten Vertreter der europäischen Meeresforschung rund um die Frage nach der Rolle der Meereswissenschaften und -technologien in Europa zusammen. Eine solche Veranstaltung hatte bislang noch nicht stattgefunden. Im Hinblick auf die Kenntnisse über Ozeane und Datenverarbeitung steht Europa weltweit an der Spitze und muss diese Position pflegen und weiterentwickeln. Das macht sich in einer intensiveren Koordination auf europäischer Ebene zwischen den spezialisierten nationalen Einrichtungen bemerkbar, aber auch in der Durchführung ehrgeiziger Forschungsprogramme, um diese Spitzenposition dauerhaft zu bewahren und ihr wirtschaftliches und gesellschaftliches Potenzial optimal zu nutzen. – Ein Einblick in einige bedeutende Stützpfeiler der europäischen meereskundlichen Exzellenz, die bereits einen sehr hohen Maßstab ansetzen.

Amphipode der Antarktis. - © Cédric  d'Udekem d'Acoz Amphipode der Antarktis.
© Cédric d'Udekem d'Acoz
Storegga-Kontinentalhang an der norwegischen Küste. - ©Ifremer/Vicking 2006 Storegga-Kontinentalhang an der norwegischen Küste.
©Ifremer/Vicking 2006
Forschungsschiff Pelagia - © NIOZ Forschungsschiff Pelagia - © NIOZ.
Tauchender Forscher - © NOCS Tauchender Forscher - © NOCS
Polarbär auf einem Logo eines Instituts, bedroht durch Klimawandel und die Eisschmelze. - ©Stein Sandven, NERSC. Polarbär auf einem Logo eines Instituts, bedroht durch Klimawandel und die Eisschmelze.
©Stein Sandven, NERSC.

AWI - Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (DE)

Als Spezialist in diesem Bereich koordiniert das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur für die Forschungen in Arktis und Antarktis zur Verfügung. Es ist der Initiator der Polarstern, einem riesigen Eisbrecher, der seine erste Forschungsexpedition zur Untersuchung des Lebens auf dem Meeresboden der Antarktis durchgeführt hat (siehe research*eu 52).

www.awi.de/de/

DOP/Universität der Azoren - Abteilung für Meereskunde und Fischereiwesen (PT)

Die Azoren, die von unausgewerteten Reichtümern nur so überquellen, ziehen die Meereskundler aus allen Spezialgebieten an. An der DOP/UAç werden in erster Linie Forschungen zur Beschreibung, Erprobung und Modellierung ozeanischer Systeme durchgeführt. An Bord des Forschungsschiffs Arquipélago bemüht sich die junge Mannschaft von der Universität der Azoren, diese Dynamik besser zu erfassen und sie mit anderen Meeresregionen der Welt im Hinblick auf Biologie, Physik, Chemie und Geologie in einen Zusammenhang zu stellen.

www.horta.uac.pt/

ICES - International Council for the Exploration of the Sea (DK)

Das ICES gewährleistet die Koordinierung und die Förderung der Meeresforschung im Nordatlantik und in anderen angren zenden Meeren, wie der Ostsee und der Nordsee. Diese Organisation ist ein Knotenpunkt für über 1 600 Wissen schaftler aus 20 Ländern des Nordatlantiks. Ihre Zielsetzung: alle möglichen Informa tionen über das marine Ökosystem sammeln und Wissenslücken schließen.

www.ices.dk

IEO - Instituto Español de Oceanografia (ES)

Dieses multidisziplinäre Forschungszentrum befasst sich in erster Linie mit Problemen, die durch die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und durch die Umweltverschmutzung entstehen. Durch Forschungs - und Beratungstätigkeiten trägt das IEO zur Entwicklung und Pflege industrieller, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Aktivitäten bei, die mit der nachhaltigen Nutzung der Ozeane zusammenhängen.

www.ieo.es

IFREMER - Institut de recherche pour l’exploitation de la mer (FR)

Dieses Zugpferd der französischen Meeresforschung arbeitet an 25 Küstenstandorten in Frankreich und in den Überseedepartements. Seine Hauptaufgaben sind der dauerhafte Betrieb meereskundlicher Ressourcen, die Über wachung und der Schutz der marinen Küstengebiete sowie die wirtschaftliche Entwicklung der maritimen Welt.

www.ifremer.fr

IOPAN - Institute of Oceanology Polish Academy of Sciences (PL)

Das IOPAN ist das größte meereskundliche Institut Polens. Im Jahr 2003 wurde ihm von der EU der Status des Exzellenzzentrums für Meereswissenschaften mit Schwerpunkt auf dem Ostseeraum verliehen. Es befasst sich hauptsächlich mit dem Ostseeraum sowie mit dem Nordatlantik und den europäischen Arktisregionen.

www.iopan.gda.pl

NIOZ - Royal Netherlands Institute for Sea Research (NL)

Gegründet 1876 ist das NIOZ eine der ältesten meereskundlichen Ein richtungen Europas. In enger Zusammenarbeit mit Physikern, Chemikern, Geologen und Biologen bemüht es sich um eine multidisziplinäre Forschung, die sich hauptsächlich mit den Küstengebieten und den Binnenmeeren befasst, und sieht sich selbst im Rahmen des Möglichen als ein Katalysator für die Entscheidungsfindung auf politischer und gesellschaftlicher Ebene.

www.nioz.nl

NOCS - National Oceanographic Center Southampton (UK)

Das NOCS liegt auf einem Campus am Meer und ist eines der fünf größten Meeresinstitute der Welt. Seine 520 Wissenschaftler bilden die Basis sowohl für eine nationale ozeanografische Forscherflotte als auch für strategische Programme für den nationalen Umweltforschungsrat NERC (National Environmental Research Council). Esunterstützt den Wissenstransfer, indem es sein Fachwissen mit der Regierung, den Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen teilt.

www.noc.soton.ac.uk

NERSC - Nansen Environmental and Remote Sensing Center (NO)

Das NERSC bemüht sich um ein besseres Verständnis und die Überwachung der ökologischen und klimatischen Fluktuationen sowohl auf regionaler als auch auf globaler Ebene. Es befasst sich vor allem mit der Modellierung der Ozeane, mit der Erarbeitung von Daten, der Fernerkundung und der Klimaforschung.

www.nersc.no/main


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