Reise in die inneren Welten

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In seinem aus sechs Romanen und elf Novellensammlungen bestehenden Zyklus, der zwischen 1914 und 1944 erschienen ist, dringt Edgard Rice Burroughs tief in das faszinierende Universum von Pellucidar ein, der Welt im Inneren der Erde. Im vierten Roman lässt er sogar Tarzan, seinen beliebtesten Romanhelden, in dieser wahrhaft „verkehrten Welt" seine Heldentaten vollbringen. Denn unser Planet ist eine hohle Kugel und die Bewohner von Pellucidar leben unter der Erdkruste, in einer Welt ohne Horizont, die von einer Sonne im Zentrum erhellt wird.

Die Entwicklung der menschlichen und nicht-menschlichen Gemeinschaften ist dort zu einem Zeitpunkt stehen geblieben, der mehrere Kapitel unserer Vorgeschichte umfasst, Menschen und Pterodactyli leben zur selben Zeit. Die Pellucidarier sind noch nie mit den Bewohnern an der Erdoberfläche in Kontakt getreten, bis eines Tages der Erzsucher David Innes, der auf der Suche nach neuen Mineralien in die Tiefen der Erde vordringt, sie bei einer Testfahrt des „eisernen Maulwurfs" seines Erfinderfreundes Abner Perry entdeckt. Eine perfekte Maschine, um in die Tiefen hinabzutauchen, die aber zum Glück des Lesers nicht umkehren kann.

Sie finden das absurd? Im Jahre 1721 bringt der französische Arzt und Tiefbauingenieur Henri Gautier tatsächlich die Hypothese hervor, dass die Erde innen völlig hohl sein soll. Ihre Erdkruste, die nicht stärker als 5 km sei, soll aus einem dynamischen Gleichgewicht zwischen der Gravitationskraft und der durch die Rotation bedingten Zentrifugalkraft entstanden sein. Ausgehend von einfachen Beobachtungen, wie zum Beispiel den Muscheln im Untergrund unserer Böden, lässt sich eine innere Welt ableiten, mit ihren eigenen Meeren und Kontinenten, und damit werden auch die Erhebungen und Vertiefungen der Erdkruste erklärt: Unsere äußeren Beulen sind die Höhlen der inneren Welt und umgekehrt.


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