Klima

Die Zukunft der Erde im Blickpunkt

Eiszylinder mit Einschlüssen der Felsplatte, Bohrung vom Standort Vostok (Antarktis) aus 3 600 m Tiefe. Studie des Labors für Gletscherkunde und Geophysik der Umwelt des CNRS in St-Martin d’Heres. Eiszylinder mit Einschlüssen der Felsplatte, Bohrung vom Standort Vostok (Antarktis) aus 3 600 m Tiefe. Studie des Labors für Gletscherkunde und Geophysik der Umwelt des CNRS in St-Martin d’Heres.
© CNRS Bildarchiv/Laurence Medard

 

Unter den sich überstürzenden Ereignissen, die die Menschheit an der Schwelle des 21. Jahrhunderts prägen, wird das Jahr 2007 einen Wendepunkt darstellen. Am 10. Februar dieses Jahres hat der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaveränderungen (IPCC) sehr medienwirksam seinen fünften Bericht vorgestellt. In diesem werden zwei Jahrzehnte multidisziplinärer Untersuchungen zusammengefasst. Aus dem Bericht ist der formale Schluss zu ziehen, dass die durch menschliche Aktivitäten hervorgerufenen Symptome einer globalen Klimaerwärmung erwiesen sind und sich – schneller als erwartet – unwiderruflich ausbreiten werden.

Es muss etwas geschehen. Es gibt eine Zeit vor und eine Zeit nach 2007. Bereits im März hat jedenfalls die EU auf dem Europäischen Frühlingsrat unter deutscher Präsidentschaft ein schnelles und beispielhaftes Zeichen gesetzt. Ihr Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen in Europa bis 2020 drastisch um 20 % zu senken.

Dieses Dossier greift erneut die wissenschaftlichen Untersuchungen zum Klimawandel auf. Dabei werden insbesondere die Ansichten von Paul Crutzen, Spezialist für Atmosphärenchemie, Nicholas Stern, Wirtschaftswissenschaftler und Autor eines bahnbrechenden Berichts über die Kosten der Erderwärmung und Dominique Bourg, Vordenker der nachhaltigen Entwicklung, gegenübergestellt.




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