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Weitere Aktivitäten
der Europäischen Union
Das Programm Lebensqualität und Management lebender
Ressourcen bildet den wissenschaftlichen und technologischen
Hintergrund für zahlreiche wichtige Politikbereiche der EU wie
Landwirtschaft, Fischerei, Umwelt- und Verbraucherschutz, Gesundheit
und Industrie.
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Gesundheit, Nahrungsmittel und Verbraucherschutz
Seit dem Maastrichter Vertrag konnte die Europäische Union eine strukturierte
Strategie in Sachen öffentlicher Gesundheit verfolgen. Seitdem leitet
die Europäische Kommission eine Reihe spezifischer Aktionsprogramme
für die Volksgesundheit, die sich mit Krebs, AIDS, Drogenmißbrauch,
Gesundheitsförderung und anderen Themen befassen.
Eines der drei Hauptziele des Aktionsplans für Verbraucherpolitik
der Europäischen Kommission für 1999-2001 ist, Verbrauchern in Europa
ein hohes Niveau an Gesundheit und Sicherheit zu garantieren. Bei der
Entwicklung der Politiken wird auf beste wissenschaftliche Beratung
zurückgegriffen.
Weil garantiert hochwertige Lebensmittel ausschlaggebend für die Lebensqualität sind, wird die Nahrungsmittelsicherheit im Verbraucherschutz groß geschrieben.
Die Europäische Union hatte jahrelang eine führende Rolle gespielt,
um die Selbstversorgung Europas in der Nahrungsmittelherstellung zu
garantieren. Die europäische Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) verfügt
beispielsweise über den größten Einzeltitel im Haushalt der Europäischen
Kommission. Forschung im Bereich der Biowissenschaften soll die GAP
unterstützen, gleichzeitig die Produktion von hochwertigen Agrarerzeugnissen
für alle garantieren, die Umwelt schützen und ein adäquates Bewirtschaftung
ländlicher Gebiete gewährleisten.
Auch die Gemeinsame Fischereipolitik (GFP) greift auf europäische
und nationale Forschung zurück, um die nachhaltige Nutzung der wertvollen
europäischen Meeresressourcen zu gewährleisten.
Umwelt
Mit dem Amsterdamer Vertrag ist in Fragen der Umweltproblematik ein
Durchbruch auf europäischer Ebene gelungen, da er die nachhaltige Entwicklung
als eine der EU-Zielsetzungen festlegt. Die allgemeine Umweltpolitik
der Europäischen Kommission will die Nachhaltigkeit gewährleisten,
um auf die Bedürfnisse der jetzigen Generationen eingehen zu können,
ohne zukünftige Generationen zu gefährden. Zwei wichtige Prinzipien
untermauern dieses Ziel:
- Integration von Umweltaspekten in alle wichtige Bereiche der Politik. Fünf Sektoren Industrie, Energie, Verkehr, Landwirtschaft und Fremdenverkehr werden besonders hervorgehoben;
- Ersetzung des Ansatzes, der auf Befehl und Kontrolle beruht, durch Betonung der gemeinsamen Verantwortung der verschiedenen Akteure - Regierungen, Industrie und Bevölkerung.
Industrielle Wettbewerbsfähigkeit
Wie Informations- und Kommunikationstechnologien ist auch die Biotechnologie eine Antriebskraft für Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen geworden. Allerdings kann ihr Potential nur voll ausgeschöpft werden, wenn alle Industriesektoren Zugang zu ihren Techniken haben und diese auch anwenden.
Das erfordert weit mehr als Wissenschaft und Technologie. Die europäische
Industrie muss innovativer werden und braucht mehr finanzielle Unterstützung.
Der Aktionsplan für Innovation in Europa wurde entwickelt, um
Europa zu helfen, eine Innovationskultur zu entwickeln, rechtliche und
finanzielle Rahmenbedingungen zu reformieren und zu gewährleisten, daß
europäische wissenschaftliche Spitzenleistungen leichter in industrielle
und wirtschaftliche Erfolge umgesetzt werden können.
Der Plan legt Prioritäten und Aktivitäten fest, die auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene unternommen werden müssen. Die Fortschritte auf europäischer Ebene haben zu neuen Initiativen auf verschiedenen Gebieten, wie z.B. der Reform des europäischen Systems für die Rechte am
geistigen Eigentum, der Beschaffung von Risikokapital für kleine High-Tech-Projekte und der Verringerung der Verwaltungsformalitäten bei der Neugründung von Unternehmen, geführt.
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