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Fallstudie

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Funktionelle Nahrung = Nahrung der Zukunft?

Den Ernährungswissenschaften könnte mit der Schaffung "funktioneller Nahrungsmittel" ein neuer Durchbruch gelungen sein. Bevor diese Nahrungsmittel allerdings auf den Markt kommen, muss zunächst Grundlagenforschung betrieben werden.

 

Funktionelle Nahrungsmittel enthalten Stoffe (einen Mikronährstoff oder eine natürliche Chemikalie), die gesundheitsfördernd wirken etwa durch die Stärkung der Abwehrkräfte gegen bestimmte Krankheiten. Hier geht es mehr um Risikoreduzierung als um Vorbeugung. Das Potential ist enorm: Der Markt wird (für den Anfang des Jahrhunderts) auf 25 Milliarden EURO geschätzt. Zahlreiche Wissenschaftler hingegen bleiben vorsichtiger. Es genügt nämlich nicht nur zu demonstrieren, dass ein bestimmtes Lebensmittel Auswirkungen auf besondere physiologische oder biologische Funktionen hat. Bevor ein Nahrungsmittel als "funktionell" bezeichnet werden kann, muss die genaue Beziehung zwischen dem spezifischen Nährstoff und der besagten Funktion oder möglichen Pathologie bis ins Detail verstanden und geprüft sein.
"Wir wissen zwar, dass es Verbindungen zwischen bestimmten Fetten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder zwischen Kalzium und Osteoporose gibt, aber wir müssen erst die genauen Bedingungen kennen, unter denen die schützende oder heilende Wirkung eines bestimmten Nährstoffs gefördert wird", erläutert Marcel Roberfroid, Professor der Pharmazeutischen Fakultät der Katholischen Universität Leuven (UCL-Belgien). "Wir können keine funktionellen Nahrungsmittel entwickeln, wenn die Theorie nicht hieb- und stichfest ist." Deshalb wurde das gemeinsame Aktionsprojekt FUFOSE (Functional Food Science in Europe) ins Leben gerufen, das von Professor Roberfroid koordiniert wird. Das Ziel: den derzeitigen Kenntnisstand auf diesem Gebiet ermitteln und Lücken aufzeigen, damit in dieser Richtung weiter geforscht wird.

Europäische Vernetzung
Unter FUFOSE wurden zehn Arbeitsgruppen gebildet, die aus 54 Forschern aus 10 EU-Ländern bestehen. Diese Gruppen befassen sich mit sechs wichtigen Themen auf dem Gebiet der menschlichen Physiologie: Magen-Darm-Trakt; Abwehr gegen die reaktiven Sauerstoffarten; Herz-Kreislauf-System; Metabolismus von Substraten und Stoffwechselkrankheiten; Entwicklung, Wachstum und Differenzierung; psychologische Funktionen und Verhalten.
Ziel ist die Überprüfung von Hypothesen, wie beispielsweise die Auswirkungen antioxidierender Substanzen auf bestimmte Arten von Krebs und der langfristige Nutzen bestimmter mehrfach ungesättigter Fettsäuren bei frühzeitiger Einnahme. Dank der Zusammenlegung der Ressourcen und der Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus so vielen Ländern wird das Netzwerk die Verbreitung funktioneller, auf soliden wissenschaftlichen Grundlagen beruhenden Nahrungsmittel zum Nutzen aller Europäer beschleunigen.

       
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