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Brüssel, den 29 Januar 2001

Kommissar Busquin und europäische Luftfahrtbranche
stellen ihre ‚Vision 2020‘ vor

Schlüsselwörter: Luftfahrt, Schaffung des europäischen Forschungsraums

Forschungskommissar Philippe Busquin wird heute das Strategiepapier für die europäische Luftfahrtindustrie vorstellen, um das er eine Gruppe hochrangiger Führungspersönlichkeiten gebeten hatte. Die Hamburger Ausstellung ‚Aeronautics Days 2001‘ ist der Schauplatz, auf dem Luftfahrtgesellschaften, Regulierungsbehörden, Luftverkehrsmanager, Flugzeughersteller und Forscher ihre Vorstellungen und Bedürfnisse erklären und eine europäische Perspektive anvisieren können. Für Kommissar Busquin sind die Gründe für diese Strategie eindeutig: „Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Luftfahrtindustrie hängt von der Forschung ab. Wenn Europa auf dem Weltmarkt der Luftfahrt bestehen will, kann es sich nicht leisten, Ressourcen durch Doppelarbeit oder mangelnde Koordinierung zu verschwenden. So wie die Forschung im Moment organisiert ist, kann sie mit dem Strukturwandel dieser Industrie nicht Schritt halten. Ich biete meine Hilfe an, indem ich die Luftfahrt zu einem Musterbeispiel für die Schaffung des europäischen Forschungsraums und zu einer Priorität im Vorschlag für das nächste Rahmenprogramm für Forschung mache, den die Kommission in einigen Wochen annehmen dürfte.“

Die europäische Luftfahrtbranche ist bei der Herstellung von Flugzeugen zwar stark und gut organisiert, der Forschungsaufwand liegt jedoch hinter dem der USA deutlich zurück und ist außerdem auf verschiedene nationale Programme und Zentren verteilt. Philippe Busquin glaubt: „ Es ist schon viel erreicht worden, wir sind nun aber an einem Punkt angekommen, wo alles möglich und nichts garantiert ist. Die Zeiten des ‚Höher, Schneller, Weiter‘ sind endgültig vorbei und müssen einem ‚Preiswerter, Sicherer, Sauberer und Leiser‘ Platz machen. Dies ist auch einer der Gründe, warum ich die Luftfahrtindustrie gebeten, habe mir ihre Vision von der Zukunft darzustellen.“

Die europäische Luftfahrtbrache wird sich in den kommenden 20 Jahren mit einigen Herausforderungen konfrontiert sehen. Es ist davon auszugehen, daß sich das Verkehrsvolumen bis 2020 verdreifacht und eine neue Flugzeuggeneration entwickelt werden muß, um Sicherheits- und Umweltbedenken der Bürger und Politiker Rechnung zu tragen. Die Kontrolle des Luftraums muß verbessert und vereinheitlicht werden und der Sektor wird sich sowohl einer zunehmenden Marktliberalisierung als auch verstärkter Konkurrenz der bekannten und neuer Marktteilnehmer gegenüber sehen. Darüber hinaus enthält die Vision 2020 ehrgeizige Ziele, die nur mit umfangreichen Investitionen in Forschung und technologische Entwicklung zu erreichen sind.

Diese Ziele sind

Der Bericht ‚Vision 2020‘ gibt zwei wesentliche Empfehlungen: Die Kommission beabsichtigt, dieses Beratergremium bis Mitte 2001 einzuberufen und wird über Wege und Mittel nachzudenken, eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten zu ermöglichen, wenn Probleme weder auf nationaler noch europäischer Ebene gelöst werden können. Dies könnte durch geschickte Anwendung des Paragraphen 169 des Vertrages erreicht werden, der eine große Flexibilität bei der Festsetzung der Spielregeln erlaubt, wenn sich mehrere Mitgliedstaaten auf eine gemeinsame Aktion geeinigt haben.

Hintergrundzahlen

Das Dokument Vision 2020 und weitere Information über EU-Luftfahrtforschung finden sich unter:
http://ec.europa.eu/research/growth/gcc/ka04.html

Weitere Information erhalten Sie bei:

Stephen Gosden, Presse- und Informationsreferent, GD Forschung
Tel: +32.2.29.60079, E-mail: Stephen.Gosden@ec.europa.eu

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PRESSEMITTEILUNGEN | 29.01.2001