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Anerkennung des Erfolgs

Jedes Jahr feiert die EU in ihrem Wettbewerb für junge Wissenschaftler ihre besten wissenschaftlichen Nachwuchstalente. Im Jahr 2002 brachte er in der österreichischen Hauptstadt Wien 85 Bewerber aus über 30 europäischen Ländern zusammen.

Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, alle nationale Preisträger, stellten über 60 Spitzenprojekte aus. Sie nahmen auch an Workshops teil, machten Reisen und vernetzten sich mit Gleichgesinnten in ganz Europa.

Lauri Kauppila, ein junger Finne, gewann einen der drei ersten Preise für sein Projekt zur Maximierung der Schubkraft von festem Raketentreibstoff. Der junge Wissenschaftler freute sich über seinen Preis, doch die größte Belohnung waren die neuen Erfahrung, die er dabei gewann.

„Der Wettbewerb gab mir so viel mehr Stoff zum Nachdenken, dass der Geld-Preis nicht mehr wichtig war“, erzählt er. Sich vertraut zu machen mit der Arbeit einiger der besten wissenschaftlichen Köpfe Europas erwies sich als echte Inspirationsquelle.

„Als ich mein Projekt als Schulaufgabe begann, erschien mir die wissenschaftliche Arbeit abstrakt und unerreichbar“, gesteht er. Doch die Begegnung mit ähnlich gesinnten Schülern aus ganz Europa machte ihm Mut. „Als ich diese Projekte sah, wurde mir bewusst, dass mit ein bisschen Kreativität die Wissenschaft jedem Spaß machen kann.“

Der Wettbewerb bietet noch viel mehr. „Ich habe viele Freunde gewonnen, was mir half, die große Vielfalt der Kulturen in Europa zu schätzen.“

Mit seinen 18 Jahren absolviert dieser unerschrockene junge Mann sein erstes Jahr am MIT, einer der Spitzenuniversitäten Amerikas.
Er interessiert sich immer noch leidenschaftlich für die Raumfahrt und hat einige Arbeiten am Space Propulsion Laboratory des MIT gemacht. „Ich finde den unendlichen Raum und die Geheimnisse weit entfernter Planeten faszinierend.“

Trotzdem hat er sich irdischeren Interessen an Umwelt-, Wirtschafts- und Politikwissenschaften und den Menschenrechten zugewendet. Bei seiner Rückkehr nach Europa möchte Lauri eine multidisziplinäre wissenschaftliche Karriere, die diese Elemente vereinigt, einschlagen.

„Ich stelle fest, dass meine Interessen sich zu drängenden Problemen verschieben, die viel bodennäher sind“, erklärt er. „Der Wettbewerb für junge Wissenschaftler hatte einen großen Einfluss auf meine Entscheidung, für die Arbeit wieder nach Europa zurückzukommen“, fügt er hinzu. 

Wissenschaft im virtuellen Labor

Der Wissenschaftsunterricht lässt Reagenzgläser und Bunsenbrenner links liegen und bringt stattdessen neueste Technologie ins Spiel, um die wissenschaftliche Neugier der Kinder zu wecken.
In Italien hat das Istituto Nazionale per la Fisica della Materia zwei preisgekrönte interaktive CD entwickelt: „Vom Silikon zum Computer“ und „Energie und ihre Transformationen“.
Diese Multimedia-Tools gehen von einem schülerzentrierten Ansatz aus, der den Kindern erlaubt, in ihrem eigenen Tempo zu lernen, wobei virtuelle Labors und attraktives graphisches Design die Wissenschaft vergnüglicher machen.
Das Konzept erfreut sich in Italien bereits großer Beliebtheit. Dank Energy Technet, einem EU-unterstützten Projekt des Fünften Rahmenprogramms, werden die Kurse nun auch an englischen und spanischen Schulen benutzt.
  

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